Printbuyer Niklas Fiedler mit „Der letzte Nazi“

von | 2018, Oktober | Kreativität

Wir beobachten aufmerksam, dass sich immer mehr Medien- und Druckdienstleister mit lesenswerten Blogs im Netz zeigen. Der Trend: Echtes Interesse an den eigenen Kunden. 
(Hinweis: Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche betreffende Bezeichnungen gelten gleichermaßen für beiderlei Geschlecht.) (2) Einige Passagen dieses Beitrages werben  für das oder die genannte(n) Unternehmen. 

Niklas Fiedler, Bild

Niklas Fiedler, Printbuyer bei online-druck.biz, zeigt verschiedene Comics. Meistens Hardcover-Bücher, die er in unterschiedlichen Auflagen hat drucken lassen. Bildquelle: Online-Druck GmbH & Co. KG.

Print ermöglicht eine völlig andere Wahrnehmung von Informationen als digitale Medien. Schon wegen der multisensorischen Eigenschaften, denken wir nur an Materialien, Veredelungen (Relieflacke, Blindprägungen etc.) oder Funktionen wie Drehen, Klappen, Schieben, Rubbeln, Ziehen, Schieben etc.

Ein weniger häufig erwähnter Vorteil gegenüber digitalen Medien ist die klar definierte Einheit jeweiliger Informationen. Fachbücher, Romane, Geschäftsberichte, Kunstkataloge, teilweise sogar Tageszeitungen oder Fachmagazine: Solche Formate profitieren in besonderem Maße durch ihre endgültige Formatierung, denn als digitale Medien wären sie doch nur Teil in einem unendlichen digitalen Meer ähnlicher Informationen. Teil eines digitalen Nirwanas, in dem wir uns schließlich verlieren und am Ende häufig unglaublich viel gesehen und umso weniger wirklich erlebt haben.

Printbuyer kennen
den Zauber analoger Medien

Wer sind diese Printbuyer, die hinter den vielen teils aufwändig formatierten oder auch skurrilen Drucksachen stehen? Die Welt haptischer Medien besteht ja nicht nur aus Briefpapier, Visitenkarten, Werbebroschüren und Hauswurfzetteln. Da werden so manches Mal sehr hochwertige, einzigartige Medien erschaffen. Manchmal sogar solche, bei denen den Empfängern beim Lesen das Lachen im Halse stecken bleibt.

Mit seinem frisch gedruckten, 224 Seiten starken Hardcover-Comic zeigt beispielsweise der Printbuyer Niklas Fiedler den Wahn der Nazi-Ideologie: unmittelbar, brutal direkt und mit bitterbösem Humor. Das Werk wurde von der Online-Druck GmbH & Co. KG aus Krumbach produziert.

Lebendiger Druckereiblog
mit lesenswerten Beiträgen

Die Online-Druck GmbH & Co. KG (online-druck.biz) hat einen sehenswerten Blog ins Netz gestellt. Wieder ein Blog direkt aus der Medien- und Druckbranche, was erwähnenswert ist, denn Druckereien haben bisher nicht viel über sich und ihre Kunden offenbart. Zum Glück ändert sich das insgesamt gerade – langsam aber beständig. Der beschriebene Blog sticht aus den sonst üblichen Tutorials heraus und zeigt, wie spannend sich die vielen Storys aus der Welt haptischer Medien erzählen lassen.

Die Kollegen aus der Redaktion beschäftigen sich mit dem Wichtigsten: Mit ihren eigenen Kunden!

Die Krumbacher Redakteure haben z. B. den Kunden und Frankfurter Künstler Niklas Fiedler zur Entstehung und zu den Hintergründen seines Buches Der letzte Nazi befragt. Lesenswert! Ergänzt durch ein Video für die Leser, die gerne mehr als 280 Zeichen lesen oder sich länger als 20 Sekunden mit einem Video beschäftigen möchten. Eine Zielgruppe, die derzeit angesichts digitaler Demenz exponentiell wächst. Ein Glück!

Auf dem gedruckten Hardcover des Comics „Der letzte Nazi“ sind diverse Inhalte und grafischer Zitate zu sehen. Die Themen sind aktuell: von Donald Trump bis Star Wars. Bildquelle: Online-Druck GmbH & Co. KG.

Printbuyer Niklas Fiedler

„Ich mag Humor, der weh tut“, so der Autor und Zeichner über seine Werke. Und wie wahr: teilweise erleben die Leser eine Mischung aus sehr lustigen, komischen oder satirischen Momenten. Teils geht Fiedler in seinem gedruckten Buch aber auch richtig zur Sache und lässt bezüglich seiner Formulierungen keine Gnade walten, was schon im Video (siehe unten) zu erleben ist.

„Der Frankfurter möchte mit seinem Werk Nazis lieber davon überzeugen, dass ihre Ideologie ins Leere führt. ‚Das ist besser als selbst ausgrenzend zu sein, wie das leider für viele Leute aus dem linken Umfeld zutrifft’, erklärt er mit leidenschaftlichem Unterton“, zitieren die Printblogger ihren Kunden und, so Fiedler, dass auch die Nazis irgendwo Opfer seien.

Die Redakteure des Onlineprinters haben sich glaubwürdig und eingehend mit ihrem Kunden beschäftigt. So berichten sie auch über weitere Ausprägungen des Künstlers, angefangen bei seinem Opa, der selber bei der SS gewesen ist und dass er, Fiedler, 15 Jahre alt war, als sein Opa starb. So sehe er sich als letzte Generation, die noch mit echten Nazis aus der damaligen Zeit Kontakt hatte, ein Stück weit auch verpflichtet, wie im Blog der Druckerei zu lesen ist.

Analog. Offline. Menschlich.

Menschliche Kreativität ist einmalig und durch digitale nicht zu ersetzen. Digitale Kreativität ist meistens Mass Customized, massenhaft individualisiert. Deshalb sticht der Künstler, der gänzlich ohne Software à la Adobe & Co., analog und offline gestaltet, aus diesem perfekten Umfeld auf seine eigene, nicht reproduzierbare Art heraus. Menschliche versus künstliche Kreativität?  Ein haptisches Medium wie ein Hardcoverbuch, unterstreicht die Persönlichkeit des Künstlers und ist als Medium für sich genommen etwas Einzigartiges.

„Am Anfang steht ein recht kurzer Text, die Grundidee“, zitieren die Blogger der Druckerei und weiter: „Dann male ich die Bilder dazu. Dabei kommen mir neue Ideen.

Schreiben und Zeichnen befruchten sich gegenseitig“.

Die Buchstaben der aufwändig gestalteten Texte zeichnet er mit einem Kugelschreiber per Hand.

Und so geht es dann weiter im Text. Beispielsweise, wie sich der Künstler finanziert hat und dass er von einem eigenen Bühnenprogramm schwärmt.

Niklas Fiedler schwärmt davon, seine Bücher und besonders sein letztes Buch „Der letzte Nazi“ auch als Bühnenprogramm vorzustellen. Sein schauspielerisches Talent ist sehenswert.

Gelungener Beitrag
eines Druckereiblogs

Uns gefällt, wie intensiv sich der Onlineprinter hier mit einem Kunden auseinandersetzt. Echtes Interesse. Intensiver, als nur mal kurz über ein Hardcoverbuch und seine Formatierung zu berichten. Lesenswerter Stuff und ganz nebenbei: Kundenbindung vom Feinsten. Zudem profitieren die Kunden durch die zusätzliche Reichweite. Die Redakteure unterstreichen, dass sie wirklich Bock auf die Kunden und ihre jeweiligen Drucksachen haben. Gewollt oder nicht, entsteht zudem ein besseres Selbstverständnis für die Bedeutung der eigenen Arbeit – mit jedem weiteren Beitrag.

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