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Die besten Druckereien Deutschlands

Noch ein Gütesiegel?

Vertrauen, Kompetenz, Image, Referenzen: Besonders im Internetbusiness gewichtige Attribute. Der Markt mit Gütesiegeln und Kundenbewertungen boomt. Wie gewichtig solche Trust-Gütesiegel tatsächlich sind, ist nach wie vor umstritten.

ONE OF 250 PREMIUM-PRINTERS D-A-CH (250 PP)

Nur solche Druckereien, die nachweisbare Mindestanforderungen erfüllen, die in der Summe etwa gut 60 von 100 theoretisch möglichen Punkten erreichen, werden hier aus weit über 20.000 Anbietern näher vorgestellt. Verzeichnis und Score sind moderiert.

Unser Score ist kein Wettbewerb unter den Druckereien, sondern eine moderierte Sammlung exzellenter deutscher Druck- und Mediendienstleister.

Der 250-PP-Score orientiert sich größtenteils an sicht- und verifizierbaren Fakten, z. B. an vorhandenen Umwelt- oder Qualitätslabels, an nutzbaren Features auf der jeweiligen Website oder Auswertungen bezüglich des Social-Scores etc.

Damit würdigen wir die Praxis von Printbuyern. Selbst von einer Manufaktur, die ggf. nicht primär auf das Internetgeschäft angewiesen ist, wird ein übersichtlicher, ansprechender und funktionierender Internetauftritt erwartet. Kunden möchten sich über soziale Kanäle informieren oder suchen Inspiration. Der 250 PP spiegelt diese Praxis wider und bewertet deshalb auch digitale Ausprägungen wie Usability oder Funktionen.

Der 250-PP-Score ist nicht kostenpflichtig und kann nicht ge- oder erkauft werden. 

Die Basis dieser Zusammenfassung bilden unsere Leitbilder:

> Der 250-PP-Score

  • Die Eingaben werden zweimal jährlich verifiziert und nachrecherchiert.
  • Das 250-PP-Ranking wertet acht verschiedene Bereiche mit dem Score 1 bis 10, die jeweils unterschiedlich gewichtet sind:
    1. Umwelt und Ethik (Nachhaltigkeit, Personalführung, Fairness etc.)
    2. Individualität, Komplexität, Sortiment (Produktionsmöglichkeiten)
    3. Kundenservice
    4. Anteil erforderlicher Handarbeit in der Produktion
    5. Website, Usability
    6. Faktor: Customer Experience/Journey
    7. Kommunikation: Blog, Newsletter, News
    8. Social-Media-Aktivität
  • Die Spanne reicht von exzellente Ausprägungen bis zu mangelhafte Eigenschaften.
  • Die Betriebsgröße wird, bis auf einen Bezug zur Aufwandsrelation bestimmter Umweltmaßnahmen, nicht gewertet.
  • Der beste Score von zehn Punkten ist ein theoretischer Wert.
    • Wegen der unterschiedlichen Geschäftsschwerpunkte der Mediendienstleister werden 10 Punkte praktisch nicht erreicht.
    • Der 250-PP-Score ist deshalb auch nur bedingt ein Gesamt-Bewertungssystem.
    • Je nach Priorisierung der Printbuyer (z. B. Nachhaltigkeit) können Dienstleister mit geringerem Score die jeweils bessere Wahl sein.
    • Beispielsweise werden Printbuyer, die eine umweltfreundliche Druckerei suchen, digitale Attribute wie die Benutzerfreundlichkeit einer Website weniger stark gewichten.

250 PP: So gefühlvoll wie der Guide Michelin,
so faktisch wie DIN-EN-ISO-Normen

Michelin-Bewerter sind versierte Experten und können sowohl die Umfelder als auch die Speisen und Getränke mit Expertise bewerten. Amtliche, wissenschaftliche Zahlen jedoch liefern sie kaum. Nur wenn ein Restaurant einen Stern verliert oder gewinnt, kommt ein zweiter Tester ins Spiel. Abgesehen vom Bauchgefühl und den Erfahrungen der Tester keine weiteren Hard Skills.

Demgegenüber sind DIN-EN-ISO-Normen meistens an klar definierte Bedingungen geknüpft, manchmal auch an Dokumentationen oder an Nachweise. In beiden Fällen wird regelmäßig verifiziert, ob die Angaben noch stimmen. Bei ISO-Normen durch Auditierungen.

Der 250-PP-Score im Detail:
85 % harte, 15 % weiche Fakten

Unser Score PREMIUM-PRINTERS-D-A-CH (250 PP) orientiert sich zum großen Teil an Ausprägungen, die recherchiert oder durch Befragung ermittelt wurden. Die acht Bereiche sind:

1) Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Ethik

Die Methode orientiert sich an der seit 2008 mit umweltorientierten Druck- und Mediendienstleistern seit 2005 laufend verbesserten Matrix DRUX, Druck-Umweltindex. Es gibt branchenweit kein Bewertungssystem mit dieser Annäherung an die tatsächlichen Umweltleistungen entsprechender Dienstleister.

  • Einbezogen sind 63 unterschiedlich gewichtete Faktoren, inklusive spezieller Scores für besondere Einzelinitiativen der Dienstleister.
  • Einschränkungen:
    • Unternehmen, die einerseits viel in Nachhaltigkeit investiert haben, andererseits bestimmte Verfahren der Druckveredelung einsetzen, die (noch) nicht immer als umweltfreundlich eingestuft werden, werden relativ abgewertet.
    • Demgegenüber steht Handarbeit im Bereich der Druckveredelung. Gerade im Zeitalter der Digitalisierung mit einem gewissen sozialen Gewicht durch akzeptable Arbeitsverhältnisse.
    • Hochwertig veredelte Drucksachen werden häufiger in genaueren Auflagen bestellt. Anders als im Discountdrucksegment: Dort kosten z. B. 5.000 Drucksachen häufig kaum mehr als 2.500 Stück. Größere Auflagen werden sodann bestellt und häufiger entsorgt.
    • Solche Argumente werden in dem Branchensegment lebhaft diskutiert und finden Einzug in unseren Algorithmus.
    • Auch die Beliebtheit und dritte Scores (z. B. Arbeitgeberbewertungen) sowie besonders faire Arbeitsplatzbedingungen nehmen Einfluss, nicht alleine offizielle Umwelt-Labels oder -Prozesse.
    • Auszug der Einzelbewertungen:
  • ISO-Management:
    • EMAS
    • DIN EN ISO 14001, Umweltmanagement
    • DIN EN ISO 50001, Energieeffizienzmanagement
    • DIN EN ISO 9001, Qualitätsmanagement
  • Führende, gewichtige Labels und Prozesse:
    • Blauer Engel RAL 195, vollständige betriebliche Zertifizierung
    • EcoLabel
    • Nordic Swan
    • Fairtrade
    • OEKO-TEX
    • FSC
    • PEFC
  • Verbrauchsmaterial:
    • Heidelberger Saphira-Eco-Sortiment
    • Alkoholfreier Druck, Bewertung nach Anteil in Prozent
    • Nachhaltigkeit eingesetzter Kunststoffe (Biokunststoffe, Bewertung nach Anteil in Prozent)
    • Wasserlöslichkeit von Lacken (Bewertung nach Anteil in Prozent)
    • Nachhaltigkeit von Druckfarben (Biodruckfarben, Bewertung nach Anteil in Prozent)
    • Besonders nachhaltige Substrate wie Stein- oder Graspapier
    • E-Mobilität (Bewertung nach Anteil in Prozent)
  • Menschen, Ethik u. a. durch Verifizierung von:
    • Gemeinwohl-Ökonomie
    • Great Place to Work
    • Gleitzeitmodelle
    • Mitarbeiterbeteiligung
    • Besondere Räumlichkeiten, z. B. für Kinder von Mitarbeitern
    • Sonstige frei anzugebende Kriterien bei Befragung
  • Bauliche Maßnahmen:
    • Wärmerückgewinnung
    • Eigene Photovoltaik oder Windkraft
    • Geothermie, Erdwärme etc.
    • Beleuchtungskonzepte
    • Einsatz von zertifiziertem Ökostrom
    • Besondere frei anzugebende bauliche Maßnahmen
  • CO2-Ausgleich der Produktion, u. a. mit:
    • BVDM-e.V.-Klimarechner
    • Climate Partner
    • NatureOffice
    • myClimate
    • FirstClimate
    • Vollständige Produktion klimaneutral
    • Weitere Projekte, regionales Engagement: Beispiel
  • Mitgliedschaften:
    • Umweltpakte oder -allianzen der Bundesländer
    • ÖKOPROFIT
    • Weiteres frei anzugebendes Engagement
  • Sonstige Attribute
    • Sonstige Attribute werden mit besonderen Punkten gewürdigt

2) Individualität, Originalität, Sortiment

Bewertet und unterschiedlich gewichtet werden u. a.:

  • Maschinenpark (Druck- und Weiterverarbeitungsmöglichkeiten)
  • Offizielle Angebote oder Sortimente der jeweiligen Unternehmen
  • Sichtung von Produktmustern
  • Persönliche Befragung und Fragebogen
  • Weitere Informationen der betreffenden Unternehmen, z. B. über Blogs, Pressemeldungen oder in sozialen Medien

3) Kundenservice

Bewertet und unterschiedlich gewichtet werden u. a.:

  • Sondierung der öffentlich zugänglichen Aussagen und Angebote des Unternehmens:
    • Konditionen für Druckdatenprüfung
    • Versand- und Fulfillment-Service-Angebote
    • Feste Ansprechpartner
    • Angabe direkter Kontaktpersonen mit direkter Kontaktmöglichkeit
    • Persönliche Befragung und Fragebogen
  • Recherche im Internet (Foren, Blogs, soziale Medien)
  • Zusatzleistungen:
    • Web-to-Publish/-Print
    • Editoren, Vorlagen, Gestaltungshilfen etc.
    • Backend-Funktionen

4) Anteil personalintensiver Produktionsschritte
(made by homo sapiens)

Nur halb so stark gewichtet wie andere Bewertungsbereiche und dennoch im Zeitalter der Digitalisierung ein Faktor, der ein ethisches und soziales Gewicht hat. Konkret bewerten wir anhand unserer Erfahrungen u. a.:

  • Automatisierungsgrad verschiedener Instanzen der Drucksachenproduktion, wie:
    • Druckvorstufe
    • Produktion
    • Weiterverarbeitung
  • Personalintensive Bearbeitungsschritte oder Serviceleistungen:
    • Konfektionierungen von Drucksachen
    • Datenbearbeitung
    • Kreative Leistungen
  • Abgleich mit den Maschinenparks der Anbieter
  • Produktmix:
    • Schätzung der Anteile von Produkten mit hohem oder geringem Bedarf von Handarbeit
  • Persönliche Befragung und Fragebogen

5) Website, Usability

Die Orientierung erfolgt anhand von verifizierbaren Fakten:

  • Menüführung
  • Blogs- und Informationsangebote
  • Übersichtlichkeit
  • Funktionen
  • Backends
  • Zusatzangebote
  • Interne Linkarchitektur
  • Helpdesk (FAQ, Kontaktmöglichkeit, Tooltipps etc.)
  • Website-Performance
  • Mobile-Devices-Tauglichkeit
  • Größe der Produktabbildungen
  • Zusätzliche Dienstleistungen, z. B.:
    • Web-to-Publish (Editor, Datenhandling im Backend etc.)
    • Paket-Tracking
    • Zahlungsmodalitäten
    • Statusmeldungen

6) Customer Experience, Customer Journey

Abgeleitet u. a. aus der Bewertung zur Website bzw. Usability, nur mit geringerer Gewichtung auf die harten Fakten. Eine Website mag nicht bis ins letzte Detail perfekt programmiert sein und wenige technische Funktionen aufweisen, punktet aber durch authentische Blogbeiträge, die kaum Zweifel z. B. daran lassen, dass der Anbieter zu den Kompetenzführern zählt.

So kann auch eine sehr gute Customer Journey sehr wohl durch exzellenten persönlichen Service oder die Art und Weise erzeugt werden, wie das Unternehmen sich neben rein technischen Attributen präsentiert und darbietet. Bewertet werden u. a.:

  • Gesamteindruck der Website
  • Kundennähe, Serviceversprechen
  • Beteiligung von Kunden am Umfeld (Austausch, Diskussionsmöglichkeiten etc.)
  • Bewertung der Community im Umfeld sozialer Medien
  • Einbeziehung der vorgenannten Bewertungsbereiche, die diesen Bewertungsbereich mit unterschiedlicher Gewichtung beeinflussen

7) Blog, Kommunikation, Newsletter

  • Häufigkeit (Penetranz), Inhalte, Aufmachung, Anlagen
  • Einbeziehung der Kundenservice-Bewertungsbereiche
  • Recherche in gängigen sozialen Medien wie Facebook, Instagram, Twitter, Google+, Pinterest etc.
  • Sondierung der Blogs auf Inhalte, Darbietung (Menüs, Umfang, Sortierung, Verschlagwortung)
  • Persönliche Befragung und Fragebogen

8) Social-Media-Score

  • Heranziehen bekannter Analysetools:
    • Generierung eines Mittelwertes (Schätzung anhand relativ harter Fakten)
  • Sondierung der Profile innerhalb sozialer Medien wie Facebook, Instagram, Twitter, Google+, Pinterest etc.
  • Postings der Kunden auf der eigenen Website, z. B. in eigenen Blogs

Unser Angebot orientiert sich an definierten Leitsätzen.

Die Berichterstattung erfolgt parteiisch, aber nicht einseitig.