Beliebte Inhalte
zahlen sich mehrfach aus

Liefert ein Premium-Inhalt auch nur 20 Besucher pro Monat, wahrscheinlich also Tausende Besucher während seiner Lebenszeit, lässt sich der Wert schon erahnen. Was hätte derselbe Traffic gekostet, wäre er durch Werbung gekauft worden, z. B. auf Basis von nur einem Euro pro User? Und bei zwei Euro? Zudem sind organische Besucher häufig deutlich wertvoller und liefern bessere Konversionen. Vom Image und dem Kompetenzsignal gegenüber den Kunden ganz abgesehen.

Beim SEA (Search Engine Advertising) liegen die Preise für einen Klick häufig bei deutlich über einem Euro. Für 100 Besucher (nicht Kunden) zahlen Unternehmen nicht selten also 100 Euro oder mehr. Viele Marketing-Manager nennen zwei Prozent Konversion schon zufriedenstellend bis gut. Doch nicht jeder Kunde bleibt. Gerade im flüchtigen Internet sind viele Kunden polygam. Fluktuationen von bis zu 50 Prozent sind keine Ausnahme. Schnell kostet ein einziger stabiler Stammkunde 100, 150 oder mehr Euro an Werbekosten.

Es rechnet sich über die Zeit, konsequent auf Ganzheitlichkeit und Hochwertigkeit zu setzen. Unternehmen, die von vornherein auf eine schlüssige Content-Strategie setzen, erwirtschaften sich schon heute sehr langfristige Vorteile.

Premium-Autoren beim Discounter?

Kein Premium-Autor wird seine Dienstleistungen über längere Zeit beim Content-Discounter anbieten. Das mag als Einstieg funktionieren. Läuft die Sache gut, wird jeder kluge Auftraggeber seinen Autoren übernehmen, fest integrieren und festhalten, was mit fairer Bezahlung immer gelingt. Bei den vorliegenden Angebotsstrukturen vieler Content-Discounter kann nach meiner Überzeugung mit einer Dichte guter Autoren von deutlich unter 1:100 gerechnet werden.

Vier Sterne auf Hauswand

Premium-Autoren kennen ihren Preis. Sie bedienen häufig nur wenige Kunden, lassen sich die für exzellente Texte erforderliche Zeit und liefern meistens Inhalte, die eingebunden in eine Themenarchitektur auf einer Website sehr gut performen. Bild: pixabay.

Aufwandsberechnung für
hochwertige Inhalte 

Professionell kalkuliert, braucht es für die Erstellung eines informativen, charmanten, fachkundigen und beseelten Textes im Umfang von z. B. 1.500 Wörtern (ca. 3 DIN-A4-Seiten, 12 Punkt Schriftgröße) fünf bis neun Stunden Zeit:

  • Circa eine Stunde Vorausplanung einer Themenstruktur, basierend auf den bereits herausgesuchten und geclusterten Themen (-gruppen), wie im zweiten Teil dieses Artikels beschrieben.
  • Circa zwei Stunden für die Recherche und die Vorstrukturierung des Textes.
  • Circa zwei Stunden für das Verfassen des Textes.
  • Circa eine Stunde für Korrektur auf Lesbarkeit und Sinnhaftigkeit sowie leichte Optimierung der SEO-Kriterien (Strukturierung, Überschriften, Keywords).
  • Circa eine Stunde für Layout, Satz, Bilder, Bildunterschriften, interne Linkstruktur.
  • Circa eine Stunde für Lektorat nebst möglichen Freigabeprozessen.

Autoren, die sieben Stunden abrechnen, haben dann tatsächlich häufig viel mehr Zeit investiert und die Zeit für das Lektorat eines Dritten noch gar nicht einkalkuliert. Schließlich geht’s darum, die Auftraggeber zu überzeugen und Brillanz zu liefern.

Inhalte, die weniger als 20 Cent pro Wort gekostet haben, gelingen nur selten, sind häufig seelenlose Einzelwanderer ohne Integration in eine ganzheitlich geplante Themenwelt, die wie erwähnt die individuellen Alleinstellungen und Besonderheiten des Unternehmens als Einheit abbildet. Inseltexte, die sich nicht logisch untereinander verlinken lassen, sind per se weniger performant.

Was kostet hochwertiger Content?

Rechnen wir nach: Um selbst als professioneller Premium-Autor wenigstens 25.000 bis 30.000 Euro nach Steuern im Jahr zu verdienen, wird der Stundensatz eines professionellen Texters wenigstens 50, eher 80 Euro betragen, wenigstens 350 bis 550 Euro also für etwa 1.500 Wörter – pro Wort demnach mindestens 0,23 bis 0,40 Euro.

Dazu hat das Fachmagazin PAGE eine sehr realistische Rechnung zwar für kreative Designer aufgestellt, die analog jedoch auch sehr gut für kreative Autoren gilt:

  • Ein Jahr hat 365 Tage.
  • Abzüglich 104 Tage (Sonn- und Samstage). Wir rechnen die Hälfte und lassen kreative Autoren schlicht jeden zweiten Samstag arbeiten, ziehen also nur 78 Tage ab.
  • 20 Urlaubstage (PAGE kalkuliert mit 30).
  • Abzüglich 11 Feiertage (wir lassen Premium-Autoren die Hälfte der Feiertage zehn Stunden arbeiten und ziehen nur 5 Tage ab).
  • Abzüglich 13,5 Krankheits- und Schulungstage, die wir gelten lassen.

Gerundet 220 verbleibende Arbeitstage. Selbstständige können sich nicht zu hundert Prozent mit direkt abrechenbarer Arbeit beschäftigen. Verwaltung wie Steuern, Angebote, Rechnungen, Akquise und Werbung, Behördliches etc. machen 40 Prozent der Arbeitszeit aus, eher 50 Prozent. Bei 40 Prozent bleiben rund 130 abrechenbare Tage.

Selbst und ständig: Lassen wir Kreative im Gegensatz zur PAGE-Kalkulation mit acht Stunden gleich jeden Tag und ohne Ausnahme mit zehn Stunden knüppeln, so auch an vielen Samstagen und Feiertagen, in Summe demnach 1.300 Arbeitsstunden, die sich maximal abrechnen lassen. Multipliziert mit 50 Euro je Produktivstunde, kann ein Premium-Autor rund 65.000 Euro im Jahr vor Steuern und Kosten für seine Leistung abrechnen. Dieses Geld hat er also noch längst nicht in der Tasche:

Abzuziehen sind rund 20 Prozent für Kranken-, Pflege- und private Altersvorsorge sowie Versicherungen, circa 13.000 Euro im Jahr, bleiben rund 52.000 Euro. Weitere Kosten entstehen de facto für Reisen und Mobilität, Fortbildung, Büroausstattung, laufende Betriebskosten, Telekommunikation sowie Beratungs- und Akquisekosten. Wir rechnen mit 8.000 Euro im Jahr, bleiben 44.000 Euro jährlich.

Den Aufwand für eine Internetpräsenz, Lizenzen für Softwares oder Updates und sonstige Gebühren, gleich ganz ohne mögliche Mietzahlungen für ein kleines Büro, setzen wir mit 5.000 Euro an, bleiben am Jahresende circa 39.000 Euro übrig.

Hand mit Blick und Laptop

Damit ein professioneller Premium-Autor netto 12 bis maximal 16 Euro pro Stunde vor Steuern verdient, muss er mindestens 0,23 bis 0,25 Cent pro Wort abrechnen. Bildnachweis: pixabay.

18 Euro vor Steuern pro Kreativstunde

Trotz aller Mühe wird das verbleibende Geld deutlich bescheidener ausfallen, denn diese Kalkulation setzt voraus, dass der Kreative tatsächlich täglich zehn Stunden ununterbrochen  konzentriert arbeitet, ohne die von Personalexperten einkalkulierten circa 20 Prozent unproduktiver Zeiten, die in jeder seriösen Personalkostenkalkulation zu finden sind. Wer kann schon ohne jede Störung effektiv zehn Stunden täglich jeden Arbeitstag eines Jahres arbeiten, egal ob für Peripherie-Aufgaben oder direkte redaktionelle Arbeit?

Kaum 40.000 Euro im Jahr, zwischen 3.000 und 3.300 Euro monatlich verbleiben dem Profi sodann im Monat vor Steuern. Umgelegt auf 220 Arbeitstage inklusive der Peripherieaufgaben und mit einem regelmäßigen Pensum von zehn Stunden täglich, auch an den meisten Wochenenden und an Feiertagen, kaum 18 Euro pro Stunde vor Steuern – für eine hochqualifizierte Tätigkeit. Aufgrund vieler Zugeständnisse in dieser Kalkulation eher zwölf bis 13 Euro, in Nähe des Mindestlohnes also.

Auf den ersten Blick ließe sich einwenden, dass Discount-Cloudworker ganz andere Grundkosten haben und sich nur nebenbei etwas dazuverdienen. Trotzdem muss gelten, dass selbst dann niemand für weniger als den aus gutem Grunde gesetzlich festgeschriebenen Mindestlohn und demnach für weniger als circa 20 Cent pro Wort hochwertige Arbeit liefern kann.

Einige verdienen jedoch nur drei bis maximal sechs Cent pro Wort. Schlichtweg unmöglich.

Dieses Rechenbeispiel soll veranschaulichen: Wer den Job für diese Preise ausführt, agiert häufig sogar unter dem gesetzlich festgeschriebenen Mindestlohn und liefert notgedrungen häufig Minderwertigkeit durch Eile. Unterbezahlung ist eine Problematik, die in der Cloudworker-Szene häufig diskutiert wird.

Gute Texter sind
schwer zu finden

Immer noch gibt es viel Verunsicherung und Unwissenheit über die einzig richtige, die professionelle Methode, ein inhaltlich gutes Content-Ökosystem zu errichten, bei dem verschiedene Inhalte logisch aufeinander referenzieren, um die Leser optimal durch die Themen zu führen.

Content-Discounter setzen
auf Unwissenheit ihrer Kunden

Einige Content-Discounter setzen bei der Qualitätsfrage offensichtlich ein Stück weit auf die Unwissenheit ihrer Kunden. Sie erinnern sich: Content is King. Jeder hat das schon mal gehört. Richtig, Content ist wichtig, denken sich viele Kunden nach einer kurzen Internetrecherche und freuen sich über die Einsparung, ohne zu wissen, dass sie häufig nur Luft in der Einkaufstüte haben.

Wir merken immer wieder, und jeder hat solche Fülltexte schon gelesen, dass viele Unternehmen noch nicht konkret wissen, welche Qualitätsanforderungen es braucht, um funktionierende Inhalte zu erzeugen. Diese Unwissenheit wird nach unseren Erfahrungen von Discount-Anbietern häufig geschickt ausgenutzt, deren Geschäftsgrundlage quasi die Unwissenheit ihrer Kunden ist. Doch warum funktioniert das immer noch?

„Mein Content-Discounter hat
allerbeste Referenzen!“ Vorsicht, Falle!

Content-Discounter werben gerne und präsent mit zufriedenen Kunden und Firmen. Es werden nicht selten eben gerade solche Kunden als Referenzen präsentiert, die sich zunächst einfach mal darüber freuen, viel Content für wenig Geld eingekauft zu haben und manchmal die SEO-Wirkung selber noch gar nicht kennen, da diese bestenfalls von den jeweils beauftragten SEO-Agenturen analysiert und, wenn überhaupt, als Teil in eine Art Traffic-Summery zusammengefasst wird.

Bei anderen Referenzen werden gerade nicht die Kunden gezeigt, die nur drei oder sieben Cent pro Wort bezahlt haben. Dann lagen häufig direkte Vereinbarungen zwischen Auftraggeber und Textern vor, was einige Text-Discounter fairerweise gestatten. Texter wurden dann weit besser bezahlt, teils mit bis zu 35 Cent pro Wort.

Solche Referenzen, die auf deutlich besser bezahlten Agreements basieren, sind verwirrend, wenn nicht irreführend, da sie häufig direkt neben den Discount-Preisen zu finden sind, ohne Hinweise darauf, wie die Preise in diesen Fällen tatsächlich waren. Die Rechnung geht für die Anbieter von Discount-Inhalten meistens auf:

Einmal zu wenig für die Texter ist für die Texter zu wenig. Doch 1.000 Mal zu wenig wird wenigstens für die Betreiber zum rentablen Geschäft.

„Meine SEO-Agentur
bestellt selber Discount-Text!“

Das deutet entweder darauf hin, dass solche Agenturen dort ebenfalls einen besseren Preis bezahlt haben, oder es nicht besser wissen, denn SEO-Agenturen gibt es reichlich oder solche, die sich einfach mal so bezeichnen. Viele Informatiker bieten SEO-Leistungen nebenbei mit an, oder Werbeagenturen, da sie ihre Kunden nicht an andere SEO-Agenturen verlieren wollen. Manchmal fehlt dann sogar die Kenntnis selbst über die wichtigsten Google-Updates.

Der Preis ist noch immer das K.o.-Argument

Auch begegnen uns bei der Analyse der Umfelder unserer Neukunden häufig Agenturen, die zwar wissen, dass es eigentlich eine deutlich bessere Content-Qualität und -Vernetzung braucht, um Websites nachhaltig „nach vorn zu schieben“, deren Kunden häufig jedoch nicht von den Preisen für hochwertige Inhalte zu überzeugen sind. Besonders, wenn sich die nächste Agentur mit Dumping-Offerten vorschiebt und die Unwissenheit ihrer Kunden zu nutzen weiß – und den Auftrag dank einer Schnäppchenofferte stattdessen bekommt.

Nicht hören, sehen, sprechen

Gelegentlich bieten SEO-Agenturen Content-Dienstleistungen für circa 20 Cent pro Wort an. Der Verdacht liegt nahe, dass eher minderwertige Inhalte geliefert werden, um sich Gesamtaufträge im Zuge eines extrem starken Wettbewerbs zu sichern.

Leider: Mit der Billig-will-ich-Mentalität lassen sich Kunden schnell verführen, selbst dann, wenn nur heiße Luft ausgeliefert wird. Unwissenheit schützt unbedarfte Kunden nicht vor den Konsequenzen fader Inhalte, die rein logisch fast immer das Resultat von Unterbezahlung sein werden.

Monate oder Jahre später kommt irgendwann die Einsicht bei den Websitebetreibern, dass sich eben nicht 300 Euro pro Beitrag im Vergleich zum Premium-Angebot wie kalkuliert sparen ließen, sondern eher die günstigen 120 Euro völlig umsonst investiert wurden.

Liebe Experten da draußen:

Teilt Euer Fachwissen mit uns, gebt uns qualifizierte Informationen, lasst uns an Eurem Wissensschatz teilhaben. Als Gegenleistung lassen wir Euch an der Community teilhaben und zeigen anderen und indirekt auch Google, dass Ihr nachhaltig gut seid und wir Eure Inhalte mögen.

Auftraggeber, die fair bezahlen, werden gute Autoren finden. Jetzt bietet sich eine Riesenchance für Druck- und Medienexperten, ihr Wissen, ihre Hingabe und Erfahrung in den Ring zu werfen. Für den Engpass, dass viele Experten in Unternehmen kaum Zeit zum Texten finden und/oder es nicht zu ihren Kernbegabungen zählt, solche Inhalte in Buchstaben zu gießen, gibt es Lösungen.

Je nach Unternehmensgröße übernimmt diesen Job z. B. eine fest angestellte Fachkraft, die wir in unserem Coaching-Programm für professionelles Content-Management ausbilden. So eine Fachkraft im eigenen Hause ist ihrerseits mit Brutto-Lohnkosten von 40 Euro oder mehr pro Stunde anzusetzen, um einen angemessenen Nettolohn zu verdienen. Auch hier sind Feier-, Urlaubs- und Krankheitstage einzukalkulieren, Fortbildungen, circa 20 Prozent für unproduktive Arbeitszeiten und einiges mehr.

Verständlich, dass einige Websitebetreiber sich für die verlockenden Angebote der Content-Discounter, die meist sehr seriös präsentiert werden, interessieren.