Satire über Lilaphobie und der Untergang des Homo sapiens

von | 2018, Januar | Kreativität

Das Titelbild mag kein Kunstwerk sein. Jedenfalls ist es das Werk eines Künstlers. Darin liegt ein Unterschied, der eine geradezu dramatisch historische Message pointiert.

Eine satirische Betrachtung mit ernsten Fragmenten von Jürgen Zietlow (Aktualisiert: 26. März 2018).

Es geht um die Farbe Lila. Um nichts Geringeres als eine der wichtigsten Schlachten zwischen künstlicher und menschlicher Kreativität.

Noch dramatischer und zumindest mit einem Funken Wahrheit und einem Schuss Gewissheit formuliert, geht es womöglich sogar um die zentrale Schlacht des Homo sapiens als Spezies im Sinne ihrer vollständigen Existenz. Die erste und letzte Schlacht, die unsere Art nicht unter sich, sondern um sich selber führen wird. Homo sapiens oder Robo sapiens: es geht um alles oder nichts. Schon bald, womöglich früher als in zwei oder drei Generationen. Die Entwicklung wird exponentiell sein und vermutlich gegen unsere Spezies verlaufen und jetzt durch Lila einmal mehr manifestiert.

Der Farbpsychologe Harald Braem führt in seinem Buch „Die Macht der Farben“ u. a. aus:

„Lila verbindet das Rot als Symbol der Welt des Körpers mit dem Blau, das für die Welt des Geistes und des Himmels steht.“ Auch das Geschlechtliche von Rot (männlich) und Blau (weiblich) wird im Violett aufgehoben.“

Randbemerkung: Rot (männlich)? Tatsächlich war vor hundert Jahren Rosa die Farbe der Jungs, weiß die Süddeutsche Zeitung zu berichten.

Ist Lila also nur ein trojanisches Pferd eines an sich kühlen, logischen Algorithmus?

Ein Täuschungsversuch der künstlichen Intelligenz? Dafür gibt es schon heute genügend Anzeichen und Tendenzen. Schon bald oder schon jetzt geht es um die algorithmisch logische Frage, ob künstliche Intelligenz nicht auch (oder sogar besser) ohne diesen endlichen, alternden, sehr anfälligen, verletzlichen und wehleidigen Menschen, den Homo sapiens, auf diesem Planten existieren könnte. Irgendwann will!? Besser kann? Ohne menschliche Kreativität oder dann mit künstlicher?

Kollage-Farbe-Lila

Vielleicht ist Lila tatsächlich die letzte Versuchung, seit es menschliche Kreativität gibt. Ein Generalangriff des Algorithmus über den Homo sapiens. Bildnachweis: abgewandeltes Bild von Freepik

Algorithmisch ist der Homo sapiens überflüssig

Vollstes Verständnis für solche Fragestellungen, für derart faktisch nachvollziehbare Algorithmen von Mr. und Mrs. Bot oder besser: von Bot. Aus Sicht des Robo sapiens ergeben wir Kohlenstoffeinheiten, die sich Menschen nennen, logisch und rein algorithmisch einfach absolut keinen Sinn. Betriebswirte und Buchhalter würden dem, natürlich nur aus Sicht eines digitalen Mandanten, bedingungslos zustimmen. Wahrscheinlich mit einer Gänsehaut des Wohlbefindens, angesichts soviel sachlich nachvollziehbarer Fakten.

Wie immer in solchen verzweifelten Momenten greift ein ratloser Autor wie ich zur Recherche, zur digitalen Recherche. Die Enzyklopädie Wikipedia ist ein digitaler Ort, um Rat zu suchen und zu finden. Oder Zustimmung, so er sie in dem gefundenen Ergebnis, also im Sinne seiner gedachten Message darin zu erkennen glaubt. Ist denn der Mensch gegenüber dem Roboter wenigstens in der Kunst und in Bezug auf Emotionen einmalig und durch keine noch so moderne Funktion zu ersetzen?

„Das Wort Kunst (lateinisch ars, griechisch téchne) bezeichnet im weitesten Sinne jede entwickelte Tätigkeit, die auf Wissen, Übung, Wahrnehmung, Vorstellung und Intuition gegründet ist. Im engeren Sinne werden damit Ergebnisse gezielter menschlicher Tätigkeit benannt, die nicht eindeutig durch Funktionen festgelegt sind.

Tätigkeiten, die nicht durch Funktionen festgelegt sind? So, nimm das, Du blöder Bot!

Was für eine Vorlage, denn alleine darum geht es im Kern bei der mittlerweile ernsthaft und intensiv diskutierten Frage, ob sich bald schon künstliche Kreativität gegen die menschliche erhebt oder das menschliche Genie einzigartig bleibt.

Kunst und Kreativität werden neben komplexeren Denkansätzen, schon gegenwärtig zum wichtigsten Abgrenzungsmerkmal des Menschen gegenüber der Maschine, des Homo gegenüber dem Robo sapiens also. Unverwechselbare Intuitionen, Emotionen, Enthusiasmus und Gefühle – so menschlich kreativ wie sie eben nur der Homo sapiens empfinden und ausdrücken kann, z. B. in der Kunst. Gerade in der Kunst! Im Gegensatz zum vorerst noch ziemlich blöden Robo sapiens. Sorry, Google-Bot, das ist nichts Persönliches. Lass diesen Beitrag sichtbar, ja?

Kollage-Algorithmus

Algorithmisch ist logisch. Logisch ist, dass der Mensch nicht algorithmisch ist. Die Frage ist, wann der Algorithmus das erkennt. Bildnachweis: abgewandeltes Bild von Freepik

Algorithmen sind böse und antikreativ

Auch prähistorisch betrachtet gibt es unschöne Signale, die auf ein absehbares Ende unserer Spezies hindeuten. So gesehen war das Logische, häufig analog zu „dem Bösen“, schon immer siegreicher als „das Gute“. Denken wir nur an diese ziemlich ungemütlichen Dinosaurier, z. B. an Raptoren, eine Spezies, der wir alle lieber nicht begegnet wären, wohl wissend, dass es bezüglich seiner Absichten aber sowas von keine Verhandlungsbasis gegeben hätte. Logisch. Algorithmisch logisch.

Und so ging es dann weiter in der jüngsten Evolution: Später, als der Homo sapiens durch die Gegend gestolpert ist, gab es ebenfalls diesen Disput zwischen gut und böse bzw. gut und algorithmisch-logisch.

Während der eine Urmensch eher geneigt war, das Interieur seiner Höhle im Rahmen seiner künstlerischen Möglichkeiten durch Höhlenmalerei zu verzieren, auch um damit aus seiner Sicht wertvolles Know-how für die nächsten Generationen zu erhalten, kam ein anderer, so ein Alphamännchen, mit der Holzkeule um die Ecke, schlug den Kreativen nieder, nahm sich seine Frau nebst Höhle und der gesamten Inneneinrichtung und: siegte!

Der Profit für den primitiven Brutalo mit der Keule war berechenbar:

Neue Höhle, neue Frau, eine fertig eingerichtete und verzierte Behausung und ein potenzieller Widersacher weniger. Starke Argumente, keine Frage. Betriebswirtschaftlich korrekt, soweit gesellschaftlich akzeptiert oder rechtlich legal.

Welthistorisch gesehen nur einen Wimpernschlag später, ging es genauso weiter. Aus Keulen wurden Waffen und die Territorien der bösen Schlägertypen vergrößerten sich. Gier wurde salonfähiges Mittel zum Zweck. Spätestens seit einigen Tausend Jahren wird die Welt von Psychopathen beherrscht, die sich im Grunde nicht viel anders verhalten haben, und sich immer noch so verhalten wie Raptoren oder später in der Evolution dieser Typ mit der Keule:

Die Angeln und die Sachsen wurden zu Angelsachsen und verfeinerten das Keule-Prinzip bis hinein in die Gegenwart und sogar bis zur (vorläufig) totalen Perfektion. Wie erwähnt: algorithmisch-logisch und sachlich betrachtet nachvollziehbar.

Ein Raptor wäre sicher Thatcher-Fan

Jetzt in unserer Zeit ist es so, dass nicht nur die Raptoren, Urmenschen und Krieger algorithmisch agieren, sondern auch die Wirtschaft mehr denn je Gefallen an dieser rational-irrationalen Ideologie findet. Margaret Thatchers „Contribution to Neoliberalism“, ihr Beitrag als britische Regierungschefin (1979 bis 1990) zu einer ziemlich ungemütlichen Wirtschaftsform, war, so sehen es viele Kritiker, ihrem damals durchaus berechtigten Frauenkomplex gegenüber einer primitiven Welt voll mit Alphamännchen geschuldet. „Ihr seid algorithmisch und brutal? Ich bin noch viel algorithmischer, wetten?“

Na ja, die eiserne Lady und so weiter.

Thatcher trug die Privatisierung in die EU, entfesselte die Märkte demnach auch von moralischen Zwängen und drehte dieses wunderschöne Wort von „Liberality“ zugunsten der Wirtschaft und von sich selber in Richtung Privatisierung. Die Idee, freie Märkte oder die Freilassung der Raptoren würden im Wettbewerb auch bessere Preise für die Verbraucher mit sich führen, war natürlich Utopie.

Denn was wird wohl passieren, wenn man Raptoren aus einem hochgesicherten Käfig in die Freiheit entlässt, mit der Bitte, sie mögen zum Wohle potenzieller Opfer auf vegetarische Kost umsteigen?

Der dazu passende Begriff: Neoliberalismus

Die sogenannte „neue Begriffsverwendung“ für Neoloberalismus mit ihrer Fülle negativer Assoziationen hat es ebenfalls auf die Seiten von Wikipedia geschafft. Mehr oder weniger wird der Begriff von vielen schlauen Leuten mit dem Vorrang wirtschaftlicher Interessen vor den Belangen des Homo sapiens bzw. zunehmend vor dem Schutz Schwächerer assoziiert.

Dieses an sich „logische“, nicht sonderlich menschliche Prinzip fing, jetzt nicht besonders wissenschaftlich belastbar verifiziert, mit der Keule des Urmenschen an. Und auch der Raptor hätte sich in puncto Nachsicht und des Schutzes Schwächerer wohl kaum auf Diskussionen eingelassen, wäre jedoch als Wirtschaftsboss ganz sicher ein Fan von Thatcher geworden.

Dabei klingt das Wort „liberal“ so schön harmonisch. Fast so, als wären die damit häufig assoziierten Freiheiten oder Fairness tatsächlich noch mit der ursprünglichen Interpretation von Neoliberalismus verbunden. Doch bedeutet Freiheit hier nach Ansicht vieler Wirtschaftshistoriker eben gerade nicht etwa Gerechtigkeit oder faire Löhne, sondern die Freiheit, mit viel weniger der bis dato bestehenden „unlogisch-unalgorithmischen“ und der Gerechtigkeit dienenden Beschränkungen, wirtschaften zu dürfen. So wie die Raptoren, algorithmisch-logisch.

So gesehen ist diese neoliberale Freiheit, die des Algorithmus und die von Logik, durchaus eine lupenreine, echte Freiheit: Die reale Freiheit, mehr oder weniger auch in einem kaum noch vertretbaren Maß auf dem Rücken solcher Homo sapiens Profit machen zu dürfen, die sich eher als Nachfahren des vorbezeichneten kreativen Urmenschen sehen und nicht von diesem prolligen Urtypen mit der Keule. Auf dem Rücken der Guten also, wobei „gut“ oder „böse“ eine Frage der Definition ist, wie wir nun wissen.

Kreativität ist immer noch ein fundiertes Abgrenzungsmerkmal zum Algorithmus, der jetzt in diese Richtung greift, um die letzte Festung unserer Spezies zu imitieren bzw. zu digitalisieren.

Digital first, Bedenken second

Dieser „Slogan“, wahrscheinlich als Hommage an die Industrie gedacht, kommt von FDP-Chef Christian Linder und setzt einen Trend fort, der sich im Grunde seit den Raptoren und durch die Digitalisierung jüngst sogar exponentiell manifestiert:

Autonome künstliche Intelligenz ist effizienter und zeitgleich erheblich gefährlicher. Deep-Learning, also sich selber fortprogrammierende Intelligenzen, könnten zu Ergebnissen gelangen, die gegen den Homo sapiens sprechen. Bildnachweis: abgewandeltes Bild von Freepik

Gewähren wir der künstlichen Intelligenz die volle algorithmische Autonomie (Deep Learning etc.), so wird sie ihre Stärken gerade auch zu Lasten unserer Schwächen bzw. mehr denn je im Interesse ihrer Erschaffer oder Besitzer viel effizienter „und logischer“ ausspielen, als durch programmierte moralische Ressentiments begrenzt. Eine Kampfdrohne, die einen tödlichen Einsatz nicht erst verifizieren muss, ist effizienter und „erfolgreicher“ als eine, die durch lästige „unlogische“ moralische Beschränkungen gebremst wird.

Logik first, Kreativität second?

Die digitale Transformation, gepaart mit den Genen dieses Urzeittyps

„Keule first, Höhlenmalerei bzw. Kunst und Kultur second“

spricht eher für eine weiter zunehmende, algorithmisierte Zukunft – potenziert durch das politische Bekenntnis einer menschlich wenig vorteilhaften Interpretation des Neoliberalismus und einer geradezu religiösen Bewunderung des Homo sapiens gegenüber all den unbegrenzten, machtvollen Möglichkeiten der Digitalisierung.

Meine Kollegen und Freunde kennen diese Begeisterung auch von mir und erleben mich mit Smartphone und Tablet – oder nicht selten mit beiden Geräten gleichzeitig in Aktion.

Natürlich: Ich möchte, nein, ich muss möglichst viel Output in festen Zeiträumen erledigen und brauche dafür Effizienz, Übersicht, Struktur und Automationen. Darum setze ich auf zahllose Softwares, Microservices, webbasierte Programme, Cloudspeicher und Hightech-Equipment-Zeugs. Auf den Algorithmus. Oder setzt er auf mich? Ich bin nicht sicher, wer über wen herrscht.

Das kann nur ich, kein Apparat

Trotzdem, und das ist beruhigend, braucht es für echten Content, für Unique-Content, für kreative, emotionale Inhalte wie diesen, viele Stunden harter Arbeit. Jeder Blogger und Texter wird jetzt zustimmen. Immer begleitet durch die Frage, wie er wohl ankommen mag, dieser Text? Ist er konform für die eigenen Kunden? Könnte er falsch verstanden werden? Passen Inhalte und Message noch zusammen? Zu umfangreich? Zu kurz? Am Thema vorbei? Nicht sachlich genug oder zu wenig algorithmisch? Ist das Content-Marketing? Was hat er vor, der Autor?

So vergehen viele Stunden, in denen mir, abgesehen von den Interfaces Tastatur und Bildschirm, kein Apparat und kein Algorithmus auch nur einen Bruchteil der erforderlichen Denkarbeit abnehmen. Ja genau, das ist es: Nach allem (und das ist sehr viel!), was ich über Content-Marketing in den letzten Jahren gelernt habe, kommt es genau darauf an:

Es geht um Authentizität. Emotionen,

frei nach dem Motto: Runter von der Autobahn, weg vom Mainstream. So (oder ähnlich) kann das Wertvollste geschöpft werden, was das Onlinemarketing an Werten zu bieten hat:

Handarbeit, Unique-Content, Inhalte „made by Homo sapiens“.

Der Gegentrend-Trend

Wie immer, wenn wir einen Trend erleben, folgt auf ihn ein teils skurril oder krass wirkender Gegentrend. Wir haben das in der Musikbranche erlebt. Mittlerweile ist so gut wie jeder Musiktitel digital verfügbar. Gleichwohl boomt die gute alte Schallplatte, die ganz nebenbei auch als Kunstwerk funktioniert. Covergestaltung, Vinylkunst, Inlays, vielleicht noch eine Umverpackung: alles Kunst „made by Homo sapiens“.

Je mehr Digitalisierung uns umgibt, desto heißer ist die Leidenschaft gegenüber haptischer, menschlicher-kreativer Kunstwerke. Bildnachweis: Die Platte als Kunstobjekt am Beispiel Kymat

Ein klarer Sieg des dreidimensionalen, des haptischen Mediums über das zweidimensionale digitale. Und ein Triumph des Menschen gegenüber künstlicher Kreativität.

Haptik, Emotionen, Gefühle first, algorithmische Logik second.

Auch Medien erleben eine Renaissance in Richtung Haptik und Anfassbarem bzw. Fühlbarem. Keiner braucht mehr eine Visitenkarte. Doch immer häufiger sehen wir reizvoll blindgeprägte, heißfolienveredelte und vielerlei raffiniert formatierte Imagekarten, gedruckt auf schweren, teils nachhaltigen Kartons, die wir berühren wollen. Ein Feuerwerk der Synapsen.

Das sind die Domänen von Print gegenüber digitalen Meiden, die ihrerseits auf eigene verweisen können – die algorithmischen. Dieses haptische Medium wird derzeit durch einen Massentrend für Discount-Drucksachen und die explodierenden Preise im Onlinemarketing bestärkt. Digital-Blindness, die Flüchtigkeit des Internets und Print-Blindness, die Unsichtbarkeit von massenhaft günstig produzierten Discount-Drucksachen, beflügeln den Trend hin zum besonderen, herausragenden Medienformat.

Sorry, bleiben wir bei Lila. Was wollte ich schreiben? Genau:

Fast schon lächerlich, wie der Mensch seit vielen Jahren versucht, wie eine Maschine zu wirken oder Maschinen wie Menschen wirken zu lassen. Irgend eine sonderbare Beziehung steht zwischen beiden „Spezies“ Bildnachweis: abgewandeltes Bild von Freepik

Treffen sich Robo und Homo sapiens bald „in der Mitte“?

Interessant, dass der Homo sapiens mit Beginn des Computerzeitalters bis heute so derart angestrengt und ehrgeizig bestrebt war, besonders in der Arbeitswelt unbedingt algorithmisch, also so wie diese heutigen Frühzeit-KIs zu funktionieren. Schon vor Jahrzehnten marschierte die Wehrmacht mit diesem lächerlichen Stechschritt durch die Städte und wollte damit algorithmisch-logische Härte demonstrieren. Lauter Aufziehmännchen – sowas von albern.

Während sich der Mensch beim Versuch, Robo zu sein, schon immer faktisch zum Horst gemacht hat, sind Konstrukteure bei Humanoiden, mehr noch bei Androiden, im krassen Gegenteil dazu fieberhaft dabei, Apparate unbedingt wie Menschen funktionieren bzw. fühlen oder wirken zu lassen. Das ist viel weniger lächerlich. Eher denkwürdig.

Da kommt es bald zu einem Treffen beider Bestrebungen „in der Mitte“.

Seien wir gespannt, wie stark sodann der Homo sapiens algorithmisch geworden ist bzw. „der Algorithmus“ in Form eines menschlich wirkenden androiden Äußeren menschlich. Wie geht es dann wohl weiter? Ist das schon der vorläufige Sieg der Artificial über die Human Intelligence?

Huldigung des Algorithmus durch Flat-Designs

By the Way: Ich denke gerade an einen Informatiker, 40 Jahre, der immer noch diese fürchterlich faktisch-sachlichen, unformatierbaren Text-E-Mails versendet, bei denen nicht einmal Aufzählungszeichen, geschweige denn Fettschriften oder Unterstreichungen möglich sind. Sein Argument war für Informatiker lange Zeit logisch: Mehr als die syntaktische Zusammensetzung von Wörtern zu ganzen Sätzen braucht es für die digitale Übermittlung von Informationen nicht. Stechschritt. Basta.

Heute ist das sowas von 80er oder 30er!

Flat-Design: Sieg der Informatik
über menschliche Kreativität

Wenig später, so um die Jahrtausendwende, wurde abermals eine heftige Schlacht zwischen Mensch und Maschine ausgetragen: Seinerzeit beschränkte sich dieselbe Informatiker-Generation in Bezug auf das Internet nicht mehr auf die Programmierung von höchst respektablen, hochwertigen und komplexen Programmcodes. Sie und ihre Algorithmen übernahmen immer häufiger auch das Webdesign. Die Kreativität von Websites wurde von IT-Laien, den Auftraggebern von Programmcodes, ohnehin schon immer viel lauter bewundert als noch so komplexe Programmcodes, da Nicht-Informatiker nur Designs sehen können, aber den mit der Programmierung verbundenen Aufwand nicht.

Informatiker, Fotokollage

Informatiker, die immer noch E-Mails im „Nur-Text“-Modus versenden, sind sowas von 30er. Bildnachweis: abgewandeltes Bild von Freepik

Die Übernahme des Webdesigns durch Informatiker, das bis dato als Bastion von Kreativen galt, die Kontrolle über den Datenumfang von Websites, verbunden mit algorithmisch-logischen schnelleren Ladezeiten und vielleicht auch dem Wunsch, dieses ständige Lob für die Kreation von Websites selber zu kassieren: Auch das waren wohl wesentliche Gründe für den Ausruf des Flat-Design-Trends.

Die Maxime: „Noch mehr Kreativität und Schnick Schnack braucht eine Website nicht“.

Vielleicht „flat“, weil es Informatiker nicht kreativer konnten, aber natürlich auch aus damals noch völlig nachvollziehbaren Gründen: Durch Reduzierung möglichst sämtlicher kreativer Elemente (abgesehen von Inhalten wie Texten) verringern sich die Ladezeiten von Websites.

Informatiker sparten sich zudem Zeit für kreative Abwägungen oder Geld für externe Kreative, die zugunsten von mehr algorithmisch-logischer, programmatischer Freiheiten ziemlich krass verdrängt wurden. Design und Farben im Internet galten selbst noch unter hippen ITlern des Berliner 2010er-Schlages als peinlich und

„… Kreativität als unalgorithmisch.“

Mit diesen bis in die Gegenwart zwanghaft trendigen, flachen bzw. minimalistisch designten Websites sind Informatiker sicher auch manchem Streit mit Kreativen und Webdesignern aus dem Weg gegangen. In den ersten Jahren nach der großen Verbreitung des Internets waren Websites enorm kreativ und farbenfroh, sogar bis hin zu overcolored Designs.

Wer diese Zeit bereits im Internet oder mit selbigem Geld verdient hat, weiß um die Grabenkämpfe zwischen Informatikern und Kreativen. Informatiker setzen sich durch. Das war logisch. Und jetzt ändert sich das gerade.

Der Robo sapiens als kreativer Freund und Helfer?

Durch Microservices, kleine Programme, die sich mit anderen zu größeren verbinden lassen, immer mehr „unkreativ bedienbarer“ Kreativsoftware bzw. webbasierter Kreationsmöglichkeiten, Selbstbaukästen für Websites und laufend schnellere Datenleitungen erobert sich die Kreativität ihren Teil vom Netz wieder zurück.

Oder doch nur programmatische Algorithmen, die nun durch die Hintertür ins echte, menschliche, kreative Lager eindringen? All diese kreativen Systeme sind ja nicht weniger als begnadete Werke von Programmierern, die nun selber kreativ sein können, auch wenn sie es manchmal gar nicht sind. Vielmehr „nur“ die Algorithmen dieser perfekt gecodeten Kreativsoftwares.

Wie auch immer, das Flat-Design erhebt sich wieder zu einem High-Design.

Ein Mega-Trend: Mut zur Farbe, weg vom Flat- hin zum Fat-Design

Ein Gegentrend-Trend, wie so häufig und oben beschrieben, denn wie soll ansonsten die einzelne Website, analog zur Digital- oder Print-Blindness angesichts dieses Stromes an mehr oder weniger gleichförmigen WordPress-Websites sonst noch auffallen? Und wie soll der User, der teils für bitter viel Geld eingekauft wurde, in den ersten Sekunden auf der eigenen Homepage überzeugt werden, wenigstens noch weitere Sekunden zu bleiben?

Natürlich ist dieser digital angestoßene Trend zu mehr Kreativität ein Stück weit auch beunruhigend, denn

dieses viel buntere Internet von Morgen wird ein algorithmischeres sein.

Beherrscht von Do-it-yourself-Designs, quasi Tüten- oder Instant-Designs, die im Grunde schon fertig sind. Darin spiegelt sich die vorgenannte Bestrebung der Konstrukteure künstlicher Intelligenz wider, Outputs von Algorithmen, also unseren Eindruck gegenüber künstlicher Intelligenz, menschlicher wirken zu lassen und die Mensch-Maschinen-Interfaces, die User-Interfaces, immer weiter zu harmonisieren. Und Lila?

Böse Zungen behaupten, dass Lila der letzte Versuch sei.

Jedenfalls lästerten Weiber früher einmal so oder ähnlich, wenn eine Frau, die noch keinen Mann gefunden hat, lilafarbene Kleidung trug.

Farbfächer Ultra Violet. Farbe des Jahres 2018, PANTONE

Ultra Violet, PANTONE 18-3838 ist die Farbe des Jahres 2018. Bildnachweis: PANTONE

Ein Zeichen? Lila als Warnsignal eines Meta-Algorithmus an den Homo sapiens? Leitet diese verflixte Farbe des Jahres die letzte Schlacht um den Fortbestand menschlicher, echter emotionaler Kreativität ein? Wahrscheinlich ist es weniger dramatisch und dennoch bleibe ich wachsam, das verspreche ich Ihnen.

Ultra-Violet PANTONE 18-3838:
Hommage für mehr Kreativität

Bei der Wahl der Farbe für 2018 zeigt sich jedenfalls ein Trend zu mehr Mut für kräftige Farben und Designs. Damit bekommen Kreative und Designer eine Inspiration für weit mutigere Farbkombinationen in Sachen Medien- und Modedesign und auch für die Gestaltung von digitalen Medien. Soweit dies nicht mit fertigen Instant-Design-Elementen aus der Retorte geschieht, bin ich sehr gespannt, zu welchen Webdesigns der äußerst kreative Mensch als womöglich kreativstes Wesen unseres Universums imstande ist:

Mit KI und trotzdem abgrenzend zum Automatendesign.

Inspiration. Verschiedene Elemente in Lila und Ultra Violet.

Lila: Mit der Farbe, die sich in der Mitte von Rot und Blau bildet, wird viel verbunden. Ein mystisches, kreatives Jahr 2018 steht uns bevor. Bildnachweis: PANTONE

Jetzt wird es mehr denn je darum gehen, nicht einfach nur perfekt bunt zu sein. In bunt und stylish können jetzt ja auch Automaten. Es wird wie beim Print darum gehen, Automatendesign so zu kombinieren, zu ergänzen und einzusetzen, dass zwar die digitalen, algorithmischen Stärken dieser kreativen Apparate genutzt werden, aber die kreative menschliche Fantasie den entscheidenden Unterschied macht. So einen, den jeder gleich erkennt. Krasses Zeug eben. Mut zur Lücke! Würdigung für den Empfänger solcher Medien.

Sie erinnern sich an den Anfang dieses Beitrages? Kunst sind Tätigkeiten, die nicht durch Funktionen festgelegt sind? That’s it!

Entscheidung des PANTONE Color-Institute

Wie jedes Jahr entschied sich das Pantone Color Institut auch 2018, durchaus mit ernsthaftem wissenschaftlichen bzw. gesellschaftlichem Hintergrund, für diese herausragende Farbe des Jahres, eben für Lila bzw. Ultra-Violet. Das Modemagazin VOGUE hat ein Interview mit Leatrice Eiseman, Executive Director des Pantone Color Institute dazu geführt, das als Huldigung an kräftigere Farben gilt, gepaart mit Begründungen, die faszinieren und der kreativen Menschheit zurufen:

Nehmt diese geniale digitale Kreativität und seid mit ihr noch kreativer.

Leatrice Eiseman im VOGUE-Interview: „Wir beobachten Einflüsse und Trends quer durch alle Designbereiche und halten Ausschau nach neuen Farbeinflüssen. Dazu gehören die Unterhaltungsindustrie, Kunstsammlungen, Laufstege, Verpackungs-, Grafikdesign und Industriedesign (zum Beispiel in der Automobilbranche) genauso wie neue Technologien, beliebte Reiseziele und globale Sportevents – die Liste ist lang. Dabei stoßen wir auf viele unterschiedliche Trends, aber alle haben ihren Ursprung im kulturellen Zeitgeist.“

Die letzte Hoffnung oder eine neue?

Nach Aussagen von Farbwissenschaftlern soll Lila den Einfallsreichtum, visionäres Denken, Experimentierfreude und Unkonventionalität ausdrücken. So heißt es in der Begründung des Pantone Color Institute u. a.:

Seelenverwandte Farben zu Ultra Violet, Lila

Seelenverwandte oder „gleichgesinnte“ Farben für fesselnde und interessante Farbmischungen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Bildnachweis: PANTONE

„Die Farbe des Jahres 2018 soll dazu anregen, mehr aus sich zu machen, mehr zu entdecken, aber auch den eigenen Kosmos zu erweitern und mit Kreativität Grenzen zu überwinden.“

Die Farbe Lila steht grundsätzlich einmal für das Mysteriöse, den Kosmos und die Spiritualität. Lila wird außerdem mit Rücksicht, Achtsamkeit und einem magischen Gefühl verbunden. Weitere Eigenschaften sind künstlerische Brillanz und Unangepasstheit.

Bilder Farbsysteme Ultra Violet, Lila, Pantone

In diesen Farbsystemen kann die Farbe des Jahres gefunden werden. Bildnachweis: PANTONE

Farbwissenschaftler wissen, dass in dunklen violetten Tönen unendliche Möglichkeiten stecken. In der Werbung wird Lila gern für spirituelle und künstlerisch-kreative Suggestionen verwendet.

Künstlerisch-kreativ oder doch künstlich-algorithmisch-kreativ? Ich komme zu keinem Ergebnis.

Shutterstock Trend-Report: Back to Color

Überraschend konform bläst auch der gigantische Stockfotoanbieter Shutterstock in dasselbe Horn und lokalisiert den Trend, back to Color:

„Von spezifischen, in der Designszene einschlagenden Trends zu weltweit stattfindenden Entwicklungen, die die Popkultur beeinflussen – hier sind die führenden 11 Trends und Styles, die im kommenden Jahr sicht- und hörbar werden!“

Zu den Design-Trends zählen:

  • Fantasie,
  • ein neuer, wenn auch verträumter Minimalismus,
  • Weltraum und Spiritualität, deckungsgleich mit der Argumentation „Lila“,
  • alte Geometrien, was ebenfalls in die spirituelle Richtung geht,
  • natürlicher Luxus,
  • kräftige Pastellfarben, wohl als vorsichtige Brücke, nur ein Step, weg vom Flat-Design hin zu mehr Mut und so weiter.
Fantasie: Bilder Shutterstock Trendreport

In diesen Farbsystemen kann die Farbe des Jahres gefunden werden. Bildnachweis: SHUTTERSTOCK TREND REPORT

Dass der Kaktus ebenfalls dazu zählt, ist hoffentlich kein schlechtes Omen. Vielleicht bin ich einfach nur müde oder habe Angst vor diesem prolligen Urmenschen, diesem Typen mit seiner Keule. Oder ich bin electrophobisch und leide unter Cyberphobie.

Für mich gilt jetzt das Prinzip Hoffnung. Ich ignoriere meine Lilaphobie und gönnen mir, (sorry, dass ich mir das jetzt am Ende doch nicht nicht verkneifen konnte): eine Lila Pause.

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Mehr Raum für kreative Ideen

Riech doch mal!

Das Gehirn neigt dazu, Düfte automatisch mit Erinnerungen sowie auch persönlichen Erlebnissen zu verknüpfen, so der renommierten Duftwirkungsforscher Dr. Patrick Hehn.
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Riech doch mal!

Königsklasse Geschäftsberichte

Individuelle und nachhaltige Drucksachen – dafür steht die Druckstudio Gruppe aus Düsseldorf, einer der umweltfreundlichsten Druck- und Mediendienstleister Europas. Beispiel: Geschäftsberichte.
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Königsklasse Geschäftsberichte

Gräfe: Die Edelmacher

Ist Veredelung eigentlich kompliziert, teuer oder bezüglich der Druckdaten riskant? Wir haben es ausprobiert und resümieren: Wow! GRÄFE hat uns statt des technisch Möglichen das Sinnvollste vorgeschlagen.
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Gräfe: Die Edelmacher

Echte Gefühle jetzt käuflich?

Gefühle kann man nicht kaufen! Und wenn, … na ja, dann sind es keine echten. Und was hat printcarrier damit zu tun? Sie ahnen es schon: Dasselbe wie Sie. Egal, warum Sie eine Visitenkarte brauchen, ist eines doch ganz sicher: Sie vermarkten Gefühle.
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Echte Gefühle jetzt käuflich?

It‘s Magic!

Leidenschaft, echte Handarbeit, Exklusivität, Extravaganz. Die Edeldrucksachen der WOLF-MANUFAKTUR stechen heraus. Das Steam staunt selber immer wieder über die schier grenzenlosen Möglichkeiten.
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It‘s Magic!

Tipps für Inhalte und Medien:

Nachhaltigkeit:

Vom Kollektiv zum Gemeinwohl

Vom Kollektiv zum Gemeinwohl

Digitalisierung, Industrie 4.0 und das Bekenntnis zum Neoliberalismus bilden derzeit eine gefährliche Mischung. Das es auch anders geht, zeigt das Unternehmen Ulenspiegel-Druck.
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Erster Printshop für Steinpapier-Prints

Erster Printshop für Steinpapier-Prints

Samtig weiche Haptik, reiß- und wasserfest, hervorragende Beschreibbarkeit. Brillante Umweltbilanz, Cradle-to Cradle-zertifiziert, absolut zellstofffrei. Die Rede ist von Steinpapier.
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Drucksachen mit Strom geliefert

Drucksachen mit Strom geliefert

Das Umweltdruckhaus Hannover zählt branchenweit zu den engagiertesten Druckdienstleistern, wenn es um E-Mobilität geht. Drucksachen werden schon heute meist emissionsfrei geliefert.
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Lokay-Druck: Glaubwürdig nachhaltig

Lokay-Druck: Glaubwürdig nachhaltig

Nachhaltig, bodenständig und gleichzeitig hochmodern. Kreativ. Drucksachen, die bei der Umweltdruckerei Lokay entstehen, sind zertifiziert umweltfreundlich und State of the Art.
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Blauer Engel als Direkt-Label auf Drucksachen

Blauer Engel als Direkt-Label auf Drucksachen

Die Druckerei Druckhaus Berlin Mitte zählt zu den nachhaltigsten Druckdienstleistern Europas und bietet seinen Kunden das Masterlabel für nachhaltige Drucksachen an: Blauer Engel.
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Ich. Bin. Der. Markt!

Ich. Bin. Der. Markt!

Druck- und Mediendienstleister lassen sich grob in zwei Kategorien sortieren: Konsequent rationalisierte und automatisierte Produktionsworkflows, meistens mit dem Ziel, „teure“...
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Kontakt:

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Sponsoring:

Netfresh-Shorts:

Mythen und Fakten über das Apple-Logo
Über das Apple-Logo werden viele Geschichten erzählt. Da ist Isaac Newton im Spiel oder der Selbstmord von Alan Turing. Wie ist das legendäre Logo tatsächlich kreiert worden?
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Smart passiert Fauxpas beim Content-Marketing
Wenn bekannte Marken, die ein bestimmtes Image verfolgen, das Gegenteil von dem tun, was sie sein wollen, passiert automatisch auch das Gegenteil von dem, was Content-Marketing will.
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Ochsenschwanz-Suppe ohne Ochsenschwanz
Für uns haben zwei Ereignisse in KW 43 geblitzt: Die Verleihung des Druck&Medien Award 2017, mit Fokus auf den Gewinner des...
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Morbide Kunst, maulende Logos, miese Jobs und Krimis
Ein Tank voller Urin als politischer Protest, Scheißjobs in Berlin, ein maulendes Logo der Deutschen Bahn und Krimis nur für...
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Mehr Kolumnen von Jürgen Zietlow

Was? Das kennen Sie nicht?

Was? Das kennen Sie nicht?

Redakteur Jürgen Zietlow über Verfolgungswahn, Dessous, Behavioral Targeting, die Sache mit dem Weihnachtsmann und warum der Chilling-Effekt nichts mit Chillen zu tun hat.
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Sparst Du noch oder wirkt es schon?

Sparst Du noch oder wirkt es schon?

Das Ding mit der Qualität ist ganz einfach: man kann nicht alles haben. Entweder billig gekauft und nicht selten eben so billig präsentiert. Oder mit Raffinesse gedruckt und entsprechenden Eindruck erzielt.
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Liebe: Kolumne von Jürgen Zietlow

Liebe: Kolumne von Jürgen Zietlow

Wunderbar, wie eine an die digitale Welt verloren geglaubte Generation Analoges liebt. Beobachtungen einer Liebeserklärung der Generationen X und Y, zusammengefasst von Jürgen Zietlow.
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