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Emotionen im Marketing, Teil 2: Bilder

Emotionen im Marketing, Teil 2: Bilder

Emotionen im Marketing, Emotional Marketing (siehe Teil 1 zu diesem Beitrag) oder wie wir es nennen: „Emotional SEO“ ist eine aufwendige Disziplin, da sie sich nicht automatisieren lässt. Emotionen: Ein kostbares Gut, selten wie Gold und ebenso wertvoll – in Wort und Bild. Im Umfeld von Billigkeit oder kostenlosen Angeboten fragt man sich:

„Gehe ich auf die Verlockungen von fiktivem Nährwert im Marketing ein oder agiere ich erfolgsorientiert?“

Es besteht eine Analogie zu günstigen Drucksachen. Für bestimmte Zwecke sind sie optimal und erfüllen ihren Zweck. Aber wenn unsere Existenz davon abhängt? Genau das ist im Marketing häufig der Fall. Im Umfeld steigender Preise für digitales Marketing, von Flüchtigkeit und werblichem Overload auf allen Channels, sollte, besser: muss unser Angebot seinen Weg durch eine Wand unzähliger typischer und atypischer Angebote finden, wie Spermien auf ihrem beschwerlichen Weg zur Eizelle, von denen schließlich nur zehn, 15 ihr Ziel erreichen.

In unserer bunten Marketing-Welt geht es darum, im Umfeld vieler Tausend Marktbegleiter Aufmerksamkeit im Zielmarkt zu gewinnen. Darum gilt:

Gewöhnlichkeit im digitalen und gedruckten Marketing ist gleich Unsichtbarkeit.

Dazu später mehr, denn die Frage ist häufig gar nicht, ob wir mit Gewöhnlichkeit „nur“ Geld verschwenden, sondern ob wir es im Marketing vollständig wirkungslos investieren oder schlimmer noch: es ggf. sogar schädlich investieren und später mit Problemen durch exzessives Onsite-SEO, Backlinking (gekaufte Links) oder miesen Content zu kämpfen haben.

Ja, ich will …

… sparen.

Sparen ist schon geil. Billigkeit ist sexy. Manchmal sogar legitim, z. B. wenn wir Bilder brauchen, um Beiträge ein wenig zu hübschen. Oder um mit „irgendwelchen“ Bildern bestimmte Pointen zu verstärken. Ihr kennt das Internetangebot selber recht gut, wenn Ihr häufiger nach guten, gelegentlich auch preiswerten oder sogar kostenfreien Bildern sucht.

So googeln wir eben nicht nur Adjektive wie „brillant“, „emotional“ oder „ausdrucksstark“ auf der Suche nach passenden Motiven. Sondern auch „günstig“, auch „billig“, wenn nicht gleich „kostenfrei“.

Das Ergebnis? Es erschlägt!

Mann mit Bart als Schwarzweißfoto.

Aus der Kollektion „Black and White“ der Bilderagentur EyeEm aus Berlin. Solche Bilder sind bei Microstock-Bilderagenturen nur sehr schwer zu finden, weshalb die Suche häufig Stunden dauert und somit das Bilderschnäppchen gar keines war. Bilderquelle: EyeEm

Kostenfreie oder günstige Bilder
von Microstock-Bildagenturen

Viele Kreative kennen Angebote von Microstock-Bildagenturen wie freepik.compixabay.compixelio,de,  tumblr.compiqs.de und so weiter.

Gelegentlich verwechseln Nutzer lizenzfrei mit kostenlos, was nicht immer der Fall ist. Stockfoto-Anbieter wie de.123rf.com werben mit über 83 Millionen lizenzfreien Bildern und Millionen kostenloser. Die meisten Bilder sind in dem Fall verhältnismäßig günstig für um ein Euro pro Bild zu bekommen. Teils recht hochwertige Fotos liefert pexels.com – je nachdem für welche Zwecke. Im Regelfall können solche Bilder dann bedenkenlos sowohl kommerziell als auch privat oder z. B. in sozialen Medien wie Facebook genutzt werden – und das völlig kostenfrei. So weit, so gut?

Es gibt Hunderte dieser Stockfoto-Anbieter mit kostenfreien oder günstigen Bildern. Wir wollen die Listen mit kostenfreien Bilderquellen verschiedener Websites, die Google bei Suchphrasen wie „kostenfreie Bilder“ oder „Bilder lizenzfrei“ im Suchergebnis anbietet, hier nicht episch wiederholen. Eine gute Zusammenfassung findet Ihr z. B. auf bildersuche.org. Sogar mehr als 100 Anbieter auf pagewizz.com.

Diese Galerien bieten Bilder an, die als Allgemeineigentum gelten, auch als Public Domain bezeichnet. Die sogenannte GNU General Public Lizenz (GPL) ist eine global bekannte Software-Lizenz, aber auch für weitere Open Sources.

Bilder können kostenfrei verwendet, verändert, kombiniert, unter GPL-Lizenz verbreitet und auch verkauft werden.

Auf creativecommons.org findet sich eine zusammenfassende Beschreibung weiterer verschiedener Lizenzarten, die die Nutzung von Bildern unter bestimmten Voraussetzungen gestatten – Copyright-Lizenzen, 2002 von Creative Commons, einer nicht kommerziellen Kooperation, herausgegeben.

Auf der Website pressengers.de findet Ihr eine prägnante Erklärung über wichtige Lizenzmodelle und deren Unterschiede sowie eine weitere Auswahl interessanter Bildagenturen, die kostenfreie oder sehr günstige Bilder zur freien oder gewerblichen Verwendung anbieten.

Google-Bildersuche

Ein weiterer Weg Bilder zu finden, die für die Weiterverwendung gekennzeichnet sind, ist die Google-Bildersuche.
Hier könnt Ihr über „Tools“ nach Lizenzart, z. B. „Wiederverwendung“, filtern.

Ganz nebenbei lässt sich hier auch durch Klick auf den kleinen Fotoapparat rechts neben dem Suchfeld ein Bild verifizieren, z. B. von Eurem Logo oder einer Person. Bilder lassen sich direkt aus der Google-Bildersuche oder z. B. vom Desktop per Drag & Drop in das Suchfeld ziehen. Der Bot sucht sodann Quellen im Internet, die das gesuchte Bild enthalten.

Vier Gründe, warum Ihr Gewöhnlichkeit
im Marketing vermeiden solltet

Angesichts dieser Fülle kostenfreier Bilder haben auch größere, rein kommerzielle Stockfoto-Anbieter teils kostenfreie, viele sehr günstige, doch leider bei Weitem nicht immer ausdrucksstarke oder passende Bilder im Sortiment. Aber wer immer wieder gute Bilder sucht, weiß: Irgendwie fühlt sich alles gleich an.

Emotionen (Lachen, Ärger, Wut, Enttäuschung, süß oder sauer etc.) sind gestellt

und nach Stunden der Bildersuche stellen wir viel zu häufig ernüchtert fest, dass viel als Mittelmaß und wenig Brillanz zu finden ist.

1) Gewöhnliche Bilder
liefern gewöhnliche Ergebnisse

Die Tatsache, dass diese Giganten unter den Stockfoto-Anbietern häufig mit „Abermillionen“ Motiven werben, überrascht nach wie vor. Unterstellen wir, dass die SEOs dieser Bilderagenturen ihr Handwerk verstehen, so muss die bloße Masse von Bildern eine bedeutende Alleinstellung sein. Ob Fotolia bzw. jetzt Adobe Stock, Shutterstock, Depositphotos, Gettyimages oder z. B. Kursiv, um nur einige zu nennen: Die Quantität scheint ein echter Verkaufshit zu sein. Doch was bringen uns „Hundertmillionen Bilder“, wenn die Filter nur sehr grobe Qualifizierungen zulassen?

Nach Hunderten Stunden der eigenen nervigen Suche nach diesem einen bewegenden, emotionalen Bild und von zahlreichen Diskussionen in verschiedenen Foren wissen wir:

  • Diese Masse an Bildern verzögert das Finden passender Motive, trotz Filterung.
  • Die Stundenlöhne bei der ewigen Versuchung, „… noch eben schnell die nächste Seite“ anzuschauen, sind teils markant.

Schließlich suchen wir häufig ewig nach hochwertigen Bildern und finden doch nur gewöhnliche Motive.

Schlechtes Beispiel für ein gelungenes Bild für Marketing.

Von diesen oder ähnlichen Motiven finden sich unzählige im Internet. Davon abgesehen, dass Adobe Stock auch sehr hochwertige und brillante Fotos im Portfolio hat, sind dies die abschreckenden Bilder, die die Suche nach Brillanz quälend verlängern. Bilderquelle: Adobe Stock


  • Die Quote von tatsächlich brillanten Bildern ist deutlich zu gering.
  • Gelegentlich werden Bilder vorrangig eingeblendet, die für die Stockfoto-Anbieter den besten Profit mit sich bringen.
  • Hysterie à la: viel und billig = gut hemmt die Wirkung der Bilder im fertigen Content, mit dem Risiko der massenweisen Verbreitung derselben „Trend“-Motive.
  • „Standard“ im Marketing ist ein Knock-out-Kriterium.
  • Emotionale Motive und Texte hingegen sind viral, prägnant und performant.

So einfach. So schwierig.

Kostenfreie oder günstige Bilder
kosten tatsächlich viel mehr

Angesichts von Millionen Shops und professioneller Websites im Internet dürften sehr viele unserer Leser diesen nervigen Stress bei der Bildersuche kennen. Nehmen wir an, dass ein guter Kreativer 35,00 Euro brutto in der Stunde verdient. Da drängt sich die betriebswirtschaftliche Frage auf:

Was ist günstiger: Qualität oder Quantität?

Drei Stunden gesucht, 100,00 Euro Personalkosten, aber immerhin: Ein Bild, wenn auch kein Eyecatcher und nicht emotional geladen, für 1,00 Euro?

Chapeau!? Yes!? Strike!? Eher nicht.

2) Wie viel Schubkraft ging verloren?

Ein Euro für ein vielleicht mäßiges Bild plus 100,00 Euro = 101,00 Euro. Immerhin: inklusive Schnäppchen-Feeling. Paradox? Richtig. Trotzdem häufig Alltag. Eine Praxis, die jedoch wenigstens nur Geld kostet. Viel wichtiger ist die Frage, welche Schubkraft die Kampagne mit einem brillanten Motiv hätte zusätzlich gewinnen können.

Die Wirkung von Inhalten im Content-Marketing ist auf viele Jahre angelegt und gerade keine schnelle Anzeigenkampagne. Selbst wenn im Monat nur 15 oder 20 User pro Inhalt (z. B. ein guter Fachartikel) erreicht werden: Nach fünf Jahren sind das schon 1.000 affine, da organisch generierte Besucher für einen Fachartikel. Die lassen sich entweder fesseln und werden Teil des eigenen Universums – oder eben nicht.

Genau darum geht es bei Emotionen im Marketing: Einige Prozent mehr Besucher überzeugen, begeistern, fesseln und interessieren.

3) Vier Prozent mehr Stammkunden? 

Schon bei 40 hochwertigen Fachartikeln im Jahr, etwa drei bis vier pro Monat, addieren sich vier Prozent mehr Erfolgsquote nach wenigen Jahren auf 1.500 oder mehr zusätzliche Kunden, die wir auf ihrer eiligen Durchreise mit einem emotionalen Bild berührt haben, die neugierig stehen blieben, um mehr zu erfahren, zu kaufen und zu bleiben.

4) Es kommt noch viel dicker, wenn „sparen“
oder „Mäßigkeit“ im Fokus des Marketing stehen

Der Algorithmus von Google ist erfreulicherweise längst „intelligent“ genug, die Suchenden selber zu tracken (messen), nachdem diese ein Suchergebnis angeklickt haben. Das ist gut und richtig, denn die Suchenden, das sind wir. Jeder hat ein Interesse daran, keine durch SEOs exzessiv optimierten Websites zu finden, die nicht halten, was ihre Headlines versprechen.

Schlechte Bilder und sonstige Inhalte führen zu mehr sog. Abspringern, geringeren Lesezeiten, weniger Shares und fehlenden Backlinks. Auch weiteres Surfen der Besucher im eigenen Webspace ist wenig wahrscheinlich. All das wirkt sich negativ auf die gesamte Website aus.

Die Stunde der Wahrheit
für gewöhnlichen Content

Im organischen Suchergebnis oder, wie wir es nennen, im Suchmaschinenregal werden andere, passendere Inhalte bei bestimmten Suchwörtern oder -phrasen laufend weiter oben positioniert, während weniger passende Inhalte möglicherweise auf die zweite oder dritte Seite des Suchergebnisses „verschwinden“. Etwa so wie ein Produkt im Supermarktregal, das sich weniger gut vermarkten lässt. Google will für seine Dienstleistung Wahrhaftigkeit. Das ist gut und richtig und verbessert den Suchservice signifikant.

Macrostock-Bilder:
Eine gute Investition

Gute Bilder, die unsere Botschaft boosten oder einer teuer bezahlten Kampagne die entscheidenden Prozentpunkte extra einbringen, müssen gar nicht teurer sein und gehen meistens schon für 20 bis 50 Euro über den Tresen. Angemessen.

Neben den erwähnten großen Stockfoto-Dealern möchten wir einige Bildagenturen empfehlen, bei denen Ihr sehr wirkungsvolle und speziellere Bilder finden könnt:

A) News-Bilderagenturen

Die bekanntesten Agenturen für Bilder für News sind:

  • Picture Alliance (dpa) mit einem großen Portfolio verschiedenster News-Bilder,
  • Reuters (Reuters Picture) mit Bildern der Genres Boulevard, Politik, Feuilleton,
  • Action press (Anmeldung erforderlich) mit Bildern der Genres Boulevard, Politik, Feuilleton,
  • Bulls Press mit Schwerpunkt auf Comics, Cartoons, Karikaturen, Infografiken,
  • Keystone Pressedienst,
  • KNA Mediendatenbank oder auch

Spezialisierte Bildagenturen

Nachfolgend findet Ihr eine Auswahl verschiedener spezialisierter Bilderagenturen:

01. EyeEm: Bilderschwerpunkt auf Smartphone-Photos

Bilder der Agentur EyeEm, Berlin, Kollektion: „Black and White“. Bilderquelle: EyeEm


Hilfreich und inspirativ sind die speziell angebotenen Kollektionen. Die Bilder weichen teils spürbar von den Bilderbergen großer Stock-Agenturen ab. Ausdrucksstarke Bilder und Eyecatcher finden sich z. B. in den Kollektionen:


02. Juniors Wildlife: Bilderschwerpunkt Tiere

Tierbilder funktionieren in den sozialen Medien aus rein emotionalen Gründen. Wir suchen Authentizität und Wahrhaftigkeit. Tiere drücken diese Ehrlichkeit aus. Schade, dass solche Motive für viele Branchen für Marketingkampagnen nicht infrage kommen. Eine weitere Agentur mit diesem Schwerpunkt ist okapia.

Hundewelpe

Tierbilder sind deshalb so beliebt, da Tiere ausschließlich absolut lupenreine Emotionen zeigen. Der Fotografin Jeanette Hutfluss aus Dinkelbühl gelang u. a. diese Aufnahme: Authentizität, die wir Menschen lieben. Bilderquelle: Juniors Wildlife


Von der Beliebtheit tierischer Bilder können Marketingexperten viel lernen. Sie zeigt uns, wie wichtig beseelte Bilder und Inhalte insgesamt sind. Ein Hundeblick ist pur und emotional echt. Ein Hund weiß nicht, wie man sich verstellen muss, um einem Ideal zu entsprechen. Solche Bilder wecken Vertrauen, spenden Wärme und unterhalten uns ebenso wie hochwertige Fachbeiträge, so sie denn nicht direkt verkaufen, sondern helfen, inspirieren oder unterhalten.

Professionellen Agenturen und Designern ist sehr wohl bewusst, dass es für solche Bilder seitens der Fotografen einiges an Mühe, viele Versuche und wohl auch nicht selten biblische Geduld braucht, um solche Motive in den Kasten zu bekommen. So viel Aufwand hat seinen Preis, der sich durch signifikant mehr Aufmerksamkeit z. B. im Zuge von Werbebotschaften fast immer mehr als bezahlt macht.

Derart berührende Bilder von Tieren so zu inszenieren, dass die Betrachter für einen Augenblick daran hängen bleiben und die damit verbundenen Botschaften emotional und nicht nur rational verinnerlichen, ist der Job von Fotografen mit Expertise und viel Erfahrung wie z. B. Jeanette Hutfluss aus Dinkelbühl. Die Profi-Fotografin findet nicht ohne Grund zahlreiche Fans in den sozialen Medien wie z. B. auf ihrer facebook-Seite.

Zweifelsfrei funktionieren diese Motive besonders auf bestimmten Medien wie Kalendern oder Werbeartikel (z. B. auf Bechern), für den Einsatz in der Werbung, wo nur auf ein einziges Ziel fokussiert wird: Aufmerksamkeit beim Betrachter. Das umfangreiche eigene Portfolio der Künstlerin Hutfluss auf amazon gibt einen Eindruck der vielfältigen medialen Möglichkeiten.

03. Stockfood: Bilder von Lebensmitteln, Foodporn

Food- oder Designporn sind bei Pinterest der absolute Renner. Stockfood liefert perfektes Material, wenn es um Kochen, Lifestyle und Lebensmittel geht. Bestimmte Galerien helfen bei der Suche. Schnell wird klar: Solche Bilder sucht man bei Microstock-Bilderagenturen häufig vergebens, die hier in sogenannten Bildersprachen gruppiert werden:

Weitere Agenturen in diesem Bereich sind foodcentralefoodstockbox oder z. B. photocuisine.

04. Laif: Bilder für Reportagen

Vornehmlich Serien von Bildern. Beispiel: Sarah Connor.

05. ARTUR IMAGES: Bilderschwerpunkt Architektur

Das Besondere an der Auswahl sind die sehr speziellen Kollektionen. Einige Beispiele:

06. Bridgeman Images: Bilderschwerpunkt auf Kunst, Kultur und Geschichte

Kollektion von Edward Hopper mit Bildern, die erfrischend von den üblichen Hochglanzbildern abweichen. Bilderquelle: Bridgeman Images


Auch hier lohnt sich das Stöbern. Besonders gut haben uns bestimmte Galerien und Bilderkollektionen gefallen, z. B. von:


Die Bilder sind im Vergleich zu vielen der üblichen Stockfotos auffälliger und weichen teils erheblich von der Norm ab.

07. Mother Image: Bilder essenzieller Momente im Leben

Kollektionen mit teils sehr ausdrucksstarken und emotionalen Bildern einiger weniger Fotografen.

08. Arkivi: Bilderschwerpunkt auf historische Bilder

Kategorien wie „Auto“, „Krieg“ oder „Asien“ sowie die gewünschte Coloration erleichtern das Suchen.

09. Culture-Images: Bilderschwerpunkt auf klassische Bilder

Interessantes Material aus den Bereichen Kunst, Kultur und Geschichte.

10. shestockimages: Bilder von Frauen für Frauen

Teilweise außergewöhnliche Bilder, die Frauen für Frauen vielleicht besser inszenieren können.

11. Interfoto: Motive, die teilweise spürbar vom Mainstream abweichen

Unsere Redaktion ist hier bereits häufiger fündig geworden.

12. dismagazine.com: Weitere Sammlung außergewöhnlicher Bilder:

Ausdrucksstarke und sehr authentisch wirkende Bilder fesseln. Bilderquelle: dismagazine

 

Abstraktes Bild, transparent

Auf dismagazine finden sich viele unbekannte Künstler mit teils sehr exklusiven Bildern und Motiven.


Hier findet Ihr interessante Bilder von weniger bekannten Künstlern, die sich u. a. an abstrakte Themen heranwagen. Jedenfalls liefert das ein Fundus von Fotos, die durchaus als Eyecatcher funktionieren können. Aber auch das GIF-Format kommt hier zum Tragen, wie unser Titelbild zeigt. Natürlich können gut gemachte GIFs enorme Aufmerksamkeit erzielen.

Weitere interessante Fotos findet Ihr z. B. bei:

Welche Bilder und Motive
uns wirklich berühren

Ausdrucksstarke, emotional berührende Bilder sind abseits der großen Stock-Anbieter zu finden – manchmal natürlich auch dort, obgleich die vorgenannten speziellen Agenturen meistens exklusive Motive anbieten. Wonach wir suchen, ist manchmal nicht viel mehr als ein Bauchgefühl. Wirkt das Bild echt und passt es exakt zur Message, dann transportiert sich diese Emotion auch auf den Beitrag und verschafft ihm schon vorm Lesen die nötige Aufmerksamkeit.

Keine Bilder sind so aufrichtig
wie die vom Weinen

Kürzlich lasen wir einen interessanten Fachartikel auf der Website ze.tt über Bilder vom Weinen, inszeniert von der Fotografin Gracie Hagen:

Weinen ist eine sekretomotorische Reaktion, die durch das Ausscheiden von Tränen aus dem Lakrimalapparat charakterisiert ist und ohne Irritationen der okularen Strukturen geschieht.“ Weiter wird auf einen Fachartikel der FAZ verwiesen. Dort wird präziser ausgeführt: „Dabei kommt es zu Veränderungen der für die Mimik zuständigen Muskulatur, der Stimme und einer Verkrampfung der Atemwegsmuskulatur, die zu einem konvulsivischen Ein- und Ausatmen führen kann, dem Schluchzen.

Das Gewicht dieser Bilder kommt mit der Reinheit der Motive. In einer Zeit, in der Wahrheit relativ ist und Informationen inflationär sind, funktionieren solche Bilder wie eine Raststätte am eiligen Informations- und Marketing-Highway. Für einen Augenblick finden wir Wahrheit und sind berührt. Immer dann, hat ein Bild seinen Auftrag erfüllt.

Wahre Bilder von
wahren Geschichten

Junge, Obstverkauf Afghanistan

Dem Fotografen McCurry ist gelungen, trotz Krieg und Zerstörung in Afghanistan einen guten Blick für die „besondere Schönheit“ in diesem Umfeld zu bewahren. Das Bild zeigt einen Jungen, der die Umstände nur sehr nachdenklich in Kauf zu nehmen scheint.


Es hat schon seinen Grund, warum brillanter Content prämiert wird. SPON z. B. zeigt diverse exzellente Bilder vom Fotografen Steve McCurry aus Afghanistan. Der Anlass ist kein erfreulicher, gleichwohl zeichnet die Bilder fast vollkommene Reinheit aus. Auch hier ist der Unterschied zu gestellten Bildern ist erkennbar. Authentizität.

National Geographic zeigt
die besten Reisefotografien weltweit

Das Magazin „National Geographic“ hat mehr als 15.000 Bilder gesichtet, um die besten Fotografen des Jahres in den Kategorien „Reisen“, „Natur“ und „Städte“ zu wählen. Die besten Fotos sind in der Tat wahre Hingucker und erreichen das, was sich Marketers und Kreative für jede Kampagne auf die Fahnen geschrieben haben: Aufmerksamkeit. Drei Beispiele:


Haben wollen bei Produktbildern

Bilder der Kategorie „Produkte“ sind für Unternehmen mit einem Shop im Internet elementar wichtig. Man könnte auch sagen:

Ein Bild verkauft mehr als tausend Worte. Es bewirkt ein gewisses „haben wollen“.

Ganz nebenbei lassen sich richtig ansprechende Produktbilder auch viral für die eigenen Social-Media-Channels verwenden. Dann geht es weniger um Sonderangebote oder schnöde Produktneuheiten, wie so häufig auf Facebook & Co. dargeboten, sondern um die Dokumentation der eigenen Begeisterung. In der Druckbranche schaffen es nach wie vor nur ganz weniger Player, mit solchen Emotionen zu arbeiten und begeistert sowohl Kunden (Cases, Lebenswerk etc.) als auch sensationelle Bilder von selber produzierten Prints darzustellen. Wohl aus Angst, Wettbewerber könnten eigene Stammkunden abwerben. Diese Einstellung kostet in vielen Fällen signifikante Umsatz-Potenziale.

Diese Ängste in Bezug auf Social-Media-Marketing manifestieren sich auch bei diesem „nicht gönnen können“. Das Netz wird derzeit leider noch dominiert von Unternehmen, die Social Media mit einer weiteren Möglichkeit verwechseln, kostenfrei zu werben, Dritte Posts selber kaum linken oder sharen und auch sonst lieber Discount-Content und Stock-Bilder einsetzen, um das nur augenscheinlich Beste rauszuholen. Man könnte jetzt wohlwollend resümieren: verständlich. Von Unternehmern und Entscheidern darf aber mehr erwartet werden.

Es ist keine Vermutung, sondern Fakt, dass diese Strategie im Marketing ebenso rasch aussterben wird wie das Telefon mit Wahlscheibe. Marketing ist heute viel näher am Kunden als noch vor zehn Jahren und basiert auf Network und Kommunikation, nicht Isolation. Kommunikation ist per se sehr emotional.

Über den Autor

MM-Redaktion

Wir sind Menschen, keine Bots. Unsere Fachbeiträge sind „made by Homo sapiens“. Copy/paste-Beiträge sind nicht unser Stil. Unsere Themen sind analoge versus digitale Medien und die jeweiligen Discount- oder Premium-Segmente, Schnittmengen und das Thema: Content-Marketing. Content-Marketing ist Kommunikation. Content-Marketing ist die Verbindung zwischen Kunden und einer Marke. Content-Marketing zählt zu den wichtigsten Marketingdisziplinen. Content-Marketing wird nach wie vor nicht immer richtig interpretiert. Content sind Inhalte. Medien sind Träger. Inhalte und Träger bilden eine Einheit.

1 Kommentar

  1. Hallo MM-Redaktion,
    vielen Dank für die sehr spannenden Bildagenturen und die erstklassige Recherche. Sehr schön, wie sie das Thema zusammenfassen. Naja, wir als Agentur müssen auch auf jeden Euro achten. Aber Ihr habt völlig Recht, denn am Ende genügen ganz oft schon ein oder zwei Prozent, damit eine Kampagne erfolgreich wird.
    Wissen wir ja alle irgendwie und trotzdem und wider aller Vernunft, ist Sparen geradezu magisch schön.

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