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Mehr Raum für kreative Ideen

(Lesezeit: 5 Minuten)

Das Besondere an gedruckten Medien sind ihre Möglichkeiten, sie nach Belieben zu konfektionieren: Formate, Substrate, Funktionen, Veredelungen.

Ein Gespräch mit dem Marketingexperten und Juniorchef Aurel Milz

Im Zeitalter von Tempo und Industrienormen kommen Inspiration, spannende Ideen und der Blick auf die faszinierenden Möglichkeiten gedruckter Gesamtwerke häufig zu kurz. Doch gerade dieser Fokus ist entscheidend, um den eigenen Kunden mehr Erfolg, mehr Aufmerksamkeit und bessere Ergebnisse im Marketing zu verschaffen.

Ideenraum: Der digitale Stress bleibt draußen

„Ideen sammeln, raus aus dem Tagesgeschäft, experimentieren, brainstormen und in alle Richtungen offen denken: Das passiert in unserem Ideenraum, in dem wir uns nicht stören lassen, wo keine Smartphones das Geschehen bestimmen und bewusst gelassen diskutiert und experimentiert werden kann“, so Aurel Milz, der die VVA Gruppe gemeinsam mit seinem Vater Karl-Heinz führt. Aurel Milz hat eine klare Vorstellung und weiß, wo die Reise im Print künftig hingeht.

Ideenraum VVA-Gruppe

Raum für Zeit. Raum für Ideen. Der so bezeichnete Ideenraum ist als Kreativzone angelegt, in dem lt. VVA Gruppe bereits viele gute Einfälle aus der Taufe gehoben worden sind. Bildquelle: VVA Gruppe.

Anders sein

Derzeit herrscht vielerorts Aufbruchstimmung in der Druckbranche, da die Kosten im Online-Marketing mittlerweile bis weit über die Schwelle eines noch vertretbaren Maßes gestiegen sind. Zugleich sind viele Standarddrucksachen sehr billig geworden.

Prägnant und kurz ließen sich die Folgen dieser extremen Medienschwemme mit „Media-Blindness“ zusammenfassen.

Die Frage, die sich viele Marketer stellen: Wie können wir Aufmerksamkeit und Rückläuferquoten im Zuge von Marketingkampagnen verbessern? Die Antwort für Aurel Milz: Anders sein! Zwei Worte, von deren Relevanz er überzeugt ist.

Ideen, Innovationen, Resonanzen

Um neue Ideen innerhalb der Kombinationstiefe von Print zu entwickeln und Ideen von Agenturen und Kunden aufzugreifen, hat die VVA Gruppe, Vorarlberger Verlagsanstalt GmbH aus dem österreichischen Dornbirn, diesen gemütlichen, geradezu chilligen Raum eigens so umgewandelt, dass er heute als Bereich dient, in dem nicht nur allerhand skurrile, sonderbare, faszinierende und teils raffiniert veredelte und konstruierte Exponate in greifbarer Nähe ausgestellt sind.

Hier sitzen die Kreativen des Hauses regelmäßig, häufig auch mit innovativen Agenturen und Kunden zusammen und sprechen über deren Wünsche, Ideen, Innovationen, aber auch die eigenen Ideen, über technische Möglichkeiten und darüber, wie und ob neue kreative Ideen schließlich auch nachhaltig machbar sind.

Markante Alleinstellungen

Die VVA Gruppe, Vorarlberger Verlagsanstalt GmbH aus Dornbirn, zu der auch die Artpress VVA Druckerei GmbH aus Höfen gehört, beschreibt sich selber als effizienten Druckdienstleister mit moderner Ausstattung. Doch neben Farbe auf Papier sind die besonderen Alleinstellungen von Print gegenüber allen anderen Medien besonders im Umfeld der Digitalisierung in den Fokus der österreichischen Druck- und Medienexperten gerückt.

Geschäfts- und Produktionsgebäude der VVA Gruppe. Bildquelle: VVA Gruppe.

Mehrwerte nutzen

Der Jungunternehmer Aurel Milz ergründet die Anforderungen seiner Kunden sehr genau. Er weiß, dass Kreativität, Exklusivität, haptische bzw. multisensorische Extras auf gedruckten Medien konkrete Mehrwerte für seine Kunden mit sich bringen. „Wir sehen täglich, dass manche Kunden viel mehr aus ihren Möglichkeiten machen könnten. Das muss nicht einmal gleich immer mehr Geld kosten. Und wenn ein Aufpreis von vielleicht 20 oder 40 Prozent entsteht, dann genügen häufig schon 0,5 Prozent mehr Resonanz. Dann wären selbst dreifache Preise häufig gar nicht relevant gewesen.“

Milz sensibilisiert seine Kunden weg von der reinen Kostenfrage beim Drucksacheneinkauf, hin zu einer Strategie, die vor allem auf die Ziele der jeweiligen Drucksachen fokussiert.

Kreative Architekturen, intelligent gedruckte Gesamtwerke, die sich aus Substraten, Formen, pfiffigen Funktionen, besonderen Veredelungen und speziellen Formaten zusammensetzen, sind eine enorme Chance für Printbuyer, wirkungsvoll zu werben.

Der Ideenraum. Das Ideenbuch. All das dient dem Zweck, den eigenen Kunden diese Vorteile näherzubringen.

Bezahlbare Mehrwerte

Obgleich veredelte Drucksachen ihren Mehrpreis fast immer wert sind, zögern Kunden teils immer noch, ihre Budgets entsprechend einzuplanen.

Um eine breite Palette veredelter Drucksachen preiswert anzubieten, hat das Unternehmen in eine 8-Farben Speedmaster LE-UV-Druckmaschine investiert. Auch größere Auflagen können somit inline kostengünstig veredelt werden: Mit partiellem oder vollflächigem UV-Lack nebst 8-farbigem Druck. Oder mit partiellem Glanz- oder Mattlack bzw. Hybridlack. Selbst Folien und sonstige nichtsaugende Materialien können bedruckt werden. Durch die LE-UV-Technologie entstehen auch auf Naturpapieren brillante Ergebnisse, mittlerweile annähernd vergleichbar mit Bilderdruckpapieren.

Ideenbuch, VVA-Gruppe

Das Ideenbuch ist als wechselbares Medium angelegt. Ständig neue Innovationen werden ergänzt, um den Kunden neue Möglichkeiten bei der Drucksachenproduktion näherzubringen. Bildquelle: VVA Gruppe.

Ideenbuch

Ein Musterbuch des Mediendienstleisters macht das enorme Spektrum der Kombinationsmöglichkeiten in der Printproduktion begreifbar. Eine Sammlung raffiniert konfektionierter Drucksachen, produziert auf grundverschiedenen Substraten wie Kartonagen, Folien, Natur- oder Chromoluxpapieren. „Die sich aus der Kombination von Drucktechnik und Substraten ergebenden Effekte überraschen unsere Kunden regelmäßig“, erklärt Aurel Milz und ergänzt: „Auch uns immer wieder.“

Der Ideenraum, in dem auch das Ideenbuch entstand, soll interdisziplinäre Ideen verbinden, um in Kooperation mit Experten aus verschiedenen Bereichen (Digital, Analog, Grafikern, Sales, Marketing, Anwendern etc.) weiterhin optimale Kommunikationslösungen zu entwickeln. Das Buch wächst weiter und wird regelmäßig neu aufgelegt.

Veredelungen versus Nachhaltigkeit?

„Wir arbeiten aktiv am Thema Umweltschutz“, betont der Marketingexperte. Das Unternehmen decke durch eine eigene Photovoltaikanlage einen Teil des Strombedarfes selber.

Maschinenwärme werde zurückgewonnen. Der Dornbirner Standort kann dadurch vollständig auf fossile Brennstoffe verzichten. Durch Optimierungen hat das Unternehmen jährlich circa 190 Tonnen Andruckmakulatur eingespart und produziert stark alkoholreduziert. So auch mit Farben auf pflanzlicher Basis und mit VOC-freien Wasch- und Reinigungsmitteln. Beide Unternehmen sind zudem FSC-zertifiziert.

Geschäftsführer Karl-Heinz (links) und Aurel Milz (rechts). Bildquelle: VVA Gruppe.

Das Unternehmen hat sich vorgenommen, Exklusivität bzw. Individualität und Umweltschutz bei der Drucksachenproduktion weiter zu verschmelzen. Das Ziel: Veredelte Drucksachen so weit wie irgendwie möglich in Einklang mit einer nachhaltigen Ausrichtung zu bringen. Ein Thema, das derzeit viele Druckereien beschäftigt.

Man kann es drehen und wenden, wie man mag: Besonders im produzierenden Gewerbe sind Umweltschutzmaßnahmen sehr ernst zu nehmen, stellen meistens deutliche Verbesserungen dar, können real nachgewiesen werden und bleiben doch am Ende des Tages, so man es extrem streng betrachtet, ein Kompromiss. Wenn auch zunehmend ein akzeptabler.

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Der Junior Aurel Milz hat sich mit Unterstützung seines Vaters ein wesentliches Ziel vorgenommen: Die Verbindung von Nachhaltigkeit und Medienindividualität. Um letztere mit der gebotenen Muße zu forcieren, entstand ein streng nichtdigitaler Raum, der Ideenraum. Kunden wirken hier mit.