Soziales und gesellschaftliches Engagement in der Medienbranche

von | 2020, November | Nachhaltige Medien

Titelbild: Gemeinsam stark mit Vorbild-Charakter. Einige Unternehmen in der Druckbranche produzieren zertifiziert nachhaltig und engagieren sich zudem überzeugend sozial. Bild: Pixabay
Ein Mission Statement ist ein Leitbild, die (schriftliche) Erklärung eines Unternehmens oder einer Organisation über das Selbstverständnis und Grundprinzipien in Form einer Selbstbeschreibung des Ist- und Zielzustandes.

Abgesehen vom individuellen Mission Statement eines Unternehmens, steht Nachhaltigkeit generell für Zukunftsfähigkeit! Professionell nachhaltige Druckereien handeln als Unternehmen weitsichtig in ihren jeweiligen Regionen, lokalisieren sich aber auch als Teil einer globalen nachhaltigen Agenda. Wenn wir uns die sozialen Aktivitäten nachhaltiger Druck- und Mediendienstleister der UmDEX-Klasse im Detail ansehen, wird ein gemeinsames Muster erkennbar:

Nichts passiert zufällig.

Der gemeinsame, globale Nenner

Die nachfolgenden Beispiele zeigen, dass sich moderne, nachhaltige Unternehmen bewusst sind, Teil eines größeren Ganzen zu sein – etwa ein Teil der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung oder ein Teil der EU-Umweltpolitik, z. B. durch die Zertifizierung mit EMAS (EU-Öko-Audit). Oder ein aktiver Teil der Agenda 2030 der Vereinten Nationen (UN): Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung sind politische Zielsetzungen der UN, die weltweit der Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung auf ökonomischer, sozialer sowie ökologischer Ebene dienen sollen. Eine Art Weltzukunftsplan für nachhaltige Entwicklung, der trotz seiner globalen Orientierung teils auf regionale und kommunale Maßnahmen fokussiert.

Auch das Handlungsprogramm „Local Agenda 21“ will die nachhaltige Entwicklung von Gemeinden oder Regionen in Richtung Nachhaltigkeit fördern. So verschieden die damit verbundenen Einzelmaßnahmen z. B. in Indien, den USA, in Fernost oder Europa auch sein mögen: sie sind von der Idee einer globalen, nachhaltigen Marktwirtschaft geleitet und dem Credo, dass es zwar viele verschiedene Länder und Unternehmen gibt, aber nur eine Erde, mit nur einem Klima, das alle Menschen miteinander verlinkt.

Nachhaltige Unternehmen sind generell regional nachhaltig engagiert, mit und vom Verständnis her auch ohne sich offiziell an solchen konkreten Programmen zu beteiligen.

Die Coronakrise boostet derzeit offensichtlich die Entwicklung institutioneller Strukturen auf nationaler und internationaler Ebene. Staaten lenken, steuern und regulieren wie nie zuvor – viele sehen darin zumindest eine historische Chance, die derzeitigen gigantischen Förderungen und Zuschüsse, die in vielen Ländern der Welt ausgekehrt werden, an klare Bedingungen der Nachhaltigkeit = Zukunftsfähigkeit der geförderten Unternehmen, also an sehr konkrete Projekte zu binden. Professionell nachhaltige Druckereien der UmDEX-Klasse sind dafür bestens aufgestellt.

Die Förderungen müssen an diese Zukunftsfähigkeit geknüpft werden.

UmDEX-Druckereien agieren multiperspektivisch, in den drei Wirkungsfeldern:

  • Nachhaltigkeit
  • Soziales und
  • Ökologie.

Derzeit stehen viele Regierungen an einem Scheidepunkt.

In Deutschland wir die Bundesregierung von Organisationen wie Greenpeace oder Roobin Wood aktuell teils scharf kritisiert, zu sehr solche Unternehmen zu fördern, die ungenügende Nachhaltigkeitsstrategien vorlegen, konkret etwa die Flugbranche. Es stifte keinen Nutzen, wenn beispielsweise Anbieter von Billigflügen gefördert würden, Krise hin oder her. Auch wird kritisiert, dass die Vorstände von finanziell unterstützten Unternehmen nicht ausreichend bereit seien, auf teils utopische Gehälter zu verzichten.

Es bleibt abzuwarten, ob die so verkündeten Absichten der Bundesregierung und auch der EU, nämlich bei der Förderung auf die nachhaltige Entwicklung zu fokussieren, tatsächlich realisiert werden.

Menschen wirken für Menschen. Im Mission Statement aller UmDEX-Druckereien sind stets auch sehr konkrete soziale Projekte verankert, die mit persönlichem Einsatz vorangetrieben werden. Bild von Eak K. auf Pixabay

Nachhaltig ausgerichtete Unternehmen können jede Hilfe gerade jetzt gut gebrauchen. Viele Unternehmen engagieren sich trotz der Coronakrise konkret sozial: wohl überlegt, authentisch und glaubwürdig. Die Projekte werden mit Bedacht gewählt, es wird regelmäßig darüber berichtet und Maßnahmen häufig auch mit personellem Engagement vorangetrieben. Beispiele:

Druckerei Janetschek GmbH im österreichischen Heidenreichstein

Das Unternehmen engagiert sich seit vielen Jahren in Bezug auf eine umweltgerechte Produktion von Drucksachen. Das soziale Engagement ist von innen heraus gewachsen – nicht marketinggetrieben, sondern auf Überzeugungen basierend, die von der Crew mit Herzblut gelebt werden. Generell ist das Unternehmen hochwertig, prozessorientiert zertifiziert, u. a. mit EMAS, mit dem Österreichischen Umweltzeichen etc. Das Unternehmen erfasst relevante Umweltdaten aus allen Abteilungen, lässt sich regelmäßig prüfen und veröffentlicht seine Ökobilanz transparent in einem Umweltbericht – der wurde nach 2010 und 2013 auch 2019 erneut mit dem

ASRA-Preis ausgezeichnet. Dadurch hat die Druckerei per se schon zahlreiche einzelne Maßnahmen im prozessorientierten Umweltschutz (vgl. vorherige Beiträge) ergriffen – in Bezug auf den sparsamen Einsatz von Chemie, Druckfarben, Druckhilfsmitteln, durch bauliche Maßnahmen und durch die Produktion mit modernen, energieeffizienter Produktionsmaschinen.

Janetschek zählt in Österreich zu den führenden Druckerei in puncto Nachhaltigkeit.

Im technischen Umweltschutz leistet Janetschek also sehr viel mehr, als gesetzlich gefordert ist – selbst mehr, als von vielen Kunden verlangt würde.

Das soziale Mission-Statement basiert auch auf dem Bekenntnis zu den 17 Zielen der UN (Sustainable Development Goals) für nachhaltige Entwicklung. Das sogenannte Humusaufbau-Projekt der Ökoregion Kaindorf ist ein regionales, österreichisches Projekt. Eine Modellregion, die zugleich Teil der UNO-Local Agenda 21 ist. Das Humusaufbau-Projekt motiviert österreichische Landwirte, den Humusgehalt ihrer Böden zu verbessern, der aufgrund von industrieller Landwirtschaft und dem Einsatz von Chemie drastisch gesunken ist.

Die Steigerung des Humusgehalts von nur wenigen Prozent verbessert die Biodiversität und Fruchtbarkeit der Böden und bindet zudem große Mengen des klimaschädlichen CO2. Die gesünderen Böden erwirtschaften mit weniger Chemie bessere Erträge und die Früchte können länger gelagert werden. Außerdem speichern die Ackerflächen signifikant mehr Wasser: In einem Kubikmeter eines gesunden Ackerbodens leben bis zu 600 Regenwürmer, die den Boden durchlüften und düngen, während industrielle bewirtschaftete Ackerböden, in denen zumeist sämtliche Mikroorganismen gestorben sind, teils so hart wie Beton sind und kaum noch Wasser aufnehmen können. Die industrielle Landwirtschaft führte angesichts der zunehmenden Dürren als Folge des Klimawandels immer häufiger zu teils zu massiven Ernteausfällen.

Kunden der Druckerei Janetschek können die bei der nachhaltigen Produktion von Drucksachen nicht vermeidbaren CO2-Emissionen durch Zahlung in das Humusaufbau-Projekt ausgleichen. Der Löwenanteil geht direkt an die Landwirte. Die Äcker werden durch Experten regelmäßig überprüft. Das Ökokompetenz-Team von Janetschek lädt die Kunden zudem alle zwei Jahre zum eigens organisierten ERDEDANKfest ein. Besonders umweltengagierte Kunden erhalten auf diesem Event eine von Janetschek kreierte Trophäe „Der Goldene Regenwurm“.

Dieses Projekt ist für die Ökoregion Kaindorf und für die österreichische Landwirtschaft enorm wichtig und hat Vorbildfunktion für ganz Österreich, die EU und teils auch andere Länder der Welt. Bauern vor Ort profitieren durch Zahlung aus der Wirtschaft, die ihrerseits nicht vermeidbare CO2-Emissionen ausgleichen kann. Doch gerade auch mit Blick aus der Vogelperspektive wird deutlich, dass die Modellregion ein wichtiges Puzzlestück einer Agenda im globalen Maßstab ist.

oeding print GmbH, Braunschweig

Der Premium-Green-Printer zählt zu den nachhaltigsten Druckereien der D/A/CH-Region – und erfüllt die Top-Kriterien des UmDEX/Print, mit entsprechend hochwertigen, nachhaltigen Zertifizierungen. Das Unternehmen war die erste Druckerei in der D/A/CH-Region, die vollständig vegane Drucksachen angeboten hat, vom bekanntesten V-Label zertifiziert. Schon die Kooperation zwischen der oeding print GmbH und Proveg e. V. (Herausgeber V-Labels) bei der Entwicklung des Labels speziell für Drucksachen zeigt, wie weitreichend und konkret das Engagement bei oeding print ist. Das Mission Statement:

Gemeinsam mit führenden Labels einen sicheren Standard für vegane Drucksachen zu entwickeln.

Daneben stiftet oeding print den Preis für kritische Dokumentarfilme „Green Horizons Award„, der im Rahmen des Braunschweiger Filmfestivals verliehen wird. Für die oeding print GmbH ist auch dieses Engagement Teil seiner nachhaltigen Roadmap:

Zu den bisher ausgezeichneten Filmen zählt u. a. „Dark Eden“. Der Dokumentarfilm handelt vom größten Industrieprojekt der Welt in Kanada, wo Ölsande in gigantischem Umfang abgebaut werden, mittlerweile etwa auf einer Fläche der Größe Englands (142.000 Quadratkilometer), mit verehrenden Folgen für Menschen und Umwelt.

Ein weiterer, mit dem Award ausgezeichneter Film ist „Green Warriors: Paraguay’s Poisoned Field“ handelt vom Soja-Anbau in Paraguay, wo Pestizide mit Flugzeugen direkt neben Dörfern auf die Felder gesprüht werden – wodurch immer wieder Kinder sterben oder schwer erkranken. Dass das Öl aus Kanada auch im Dünger für den Sojaanbau in Paraguay steckt, ist eine traurige thematische Überschneidung beider Dokumentarfilme und zeigt, wie sehr globale Ereignisse miteinander verwoben sind.

Da Soja vor allem auch für Futter der Massentierhaltung in Europa gebraucht wird, schließt sich der Kreis in Richtung vegane Drucksachen. So wird deutlich, mit welchem Bedacht die Druckereien der UmDEX-Klasse ihr ökologisches und soziales Engagement auswählen und selbst auch boosten.

Druckerei Lokay e.K., Reinheim

Geschäftsführer Ralf Lokay war mit seiner heute konsequent nachhaltig ausgerichteten Druckerei einer der ersten in der Branche, der sich mit dem Thema Umweltschutz beschäftigt hat. Das Unternehmen zählt heute zu den immer noch wenigen, hochwertig zertifizierten Druckereien der UmDex-Klasse. Nachdem das Unternehmen mit Geschäftssitz nahe Frankfurt, die gesamte Wertschöpfungskette hat zertifizieren lassen, wurde das Druckereigebäude nachhaltig kernsaniert. Die Produktionsstätte und die Druckereitechnik gehören zu den nachhaltigsten in Europa. Zum Beispiel werden der Garten und alle Toiletten mit Regenwasser aus der eigenen Zisterne versorgt. Im ökologischen Druckereigarten leben zwei Bienenvölker mit über 60.000 Bienen. Das Unternehmen kompensiert sämtliche CO2-Emissionen, einschließlich aller Druckaufträge. Die Maschinenwärme wird für das Geschäftsgebäude genutzt.

Geschäftsführer Ralf Lokay führte z. B. auch die erste Fahrrad-Leasing-Flotte Deutschlands für die eigene Belegschaft ein. So wurden die Mitarbeiter motiviert, wenn möglich, mit dem Fahrrad zur Arbeit zu kommen.

Wie bei allen hochwertig nachhaltigen Druckereien, fokussiert das Unternehmen auf persönliche Umweltberatung mit Expertise. So können Kunden schon beim Entwurf der Drucksachen sensibilisiert werden, mit möglichst umweltgerechten Papiersorten, Materialien und Formaten zu planen. Im Showroom und durch Muster nachhaltiger Drucksachen, können sich Kunden von der Qualität und der Brillanz selbst solcher Druckwerke überzeugen, die vollständig auf Recyclingpapier gedruckt wurden.

bonitasprint gmbh, Würzburg

Geschäftsführer Dieter Körner übernahm als seinerzeit kleine Druckerei im Jahr 2005 die Druckerei Bonitas-Bauer, die seit 1830 Drucksachen herstellt. Der Unternehmer entschied sich, das neue Unternehmen von vornherein nachhaltig auszurichten. In den beiden folgenden Jahren wurde stufenweise der gesamte Maschinenpark erneuert und alle Produktionsprozesse sowie die gesamte Unternehmensstruktur nachhaltig umweltgerecht umgestaltet. Dazu zählen heute viele Maßnahmen: Etwa eine leistungsstarke Photovoltaikanlage auf dem Dach, eine prozesslose Druckplattenbelichtung oder das Drucken mit alkoholfreien Feuchtmitteln. Auch bonitasprint-Geschäftsführer Dieter Körner, der 1993 als Einmannbetrieb eine kleine Druckerei mit einer Rotaprint-Druckmaschine gegründet hatte, wählt seine sozialen Projekte mit Bedacht aus.

Das Mission Statement definiert sich durch die Förderung regionaler Projekte. Regionalität ist eine im Unternehmen gelebte Leitlinien, nach dem Grundsatz: was vor Ort vermieden werden kann, vermindert auch die Auswirkungen auf die globale Gesamtheit. Seit 2014 fördert die bonitasprint gmbh deshalb ein regionales Umweltschutzprojekt:

Eine einzigartige Mittelgebirgslandschaft im Grenzgebiet von Bayern, Hessen und Thüringen. 1991 entstand hier das 1.849 km² große UNESCO Biosphärenreservat Rhön. Es geht um die Schaffung von Lebensraum für Mensch und Natur, unter Berücksichtigung der regionaltypischen Gegebenheiten. Dabei stehen der Schutz sowie die Pflege der heimischen Natur im Mittelpunkt. Zum Programm zählen Moorrenaturierungen, Birkwald-Biotoppflege, Waldumbau, Entbuschung von Feuchtwiesen, Renaturierung von Gewässern, Pflege der heimischen Gräser, Aufschichtung heimischer Wälle sowie die Förderung und der Schutz heimischer Tierarten.

Druckerei Kern GmbH, Bexbach im Saarland

Die saarländische Druckerei Kern GmbH zog vor 20 Jahren in einen Neubau im Industriegebiet des Heimatortes Bexbach ein. Die Brüder André und Holger Kern führen seither die Geschäfte gemeinsam und waren sich einig, konsequent nachhaltig zu dienstleisten. Auch diese umweltgerecht produzierende Druckerei leistet heute weit mehr als die gesetzlich geforderten Maßnahmen im Umweltschutz. Das Unternehmen ist mit den hochwertigsten und anspruchsvollsten Umweltmanagementsystemen zertifiziert, erfasst sämtliche umweltrelevanten Daten, lässt sich regelmäßig prüfen und stellt seine Ökobilanz jährlich öffentlich zur Verfügung.

Hier arbeiten Menschen aus verschiedenen Nationen Hand in Hand mit teilweise körperlich behinderten Mitarbeitern, in einem ausgezeichneten Betriebsumfeld. Das Unternehmen, unweit der französischen Grenze, hat sich zur Charta der Vielfalt bekannt. Die dahinter stehende Idee ist bei Kern längst schon Normalität. Daneben ist die Crew auch tief in der eigenen Region verwurzelt. Diese Erdung begründet das organisch über viele Jahre gewachsene soziale Engagement. Das damit verbundene Mission Statement ist eine Hommage an den Zusammenhalt der Menschen in der Region:

Unterstützt werden Einrichtungen, zu denen die Mitarbeiter einen direkten Bezug haben oder dort sogar persönlich mitwirken: Bürgerinitiativen, Kindergärten, lokale Sportvereine, Kegelklubs, Tischtennis-, Badminton- oder Fußballvereine oder zum Beispiel auch verschiedene freiwillige Feuerwehren. Zudem werden seit vielen Jahren kulturelle Veranstaltungen gefördert. Im Landkreis Neuenkirchen unterstützt die Kern GmbH Projekte wie „Laut gegen rechts“, zum Beispiel mit Plakaten, Flyern oder Werbebannern oder produziert Drucksachen für den Non-Profit-Konzertveranstalter „Haifischblut Collective“: beides Initiativen, in denen einige Mitarbeiter auch persönlich aktiv sind. Gefördert wird entweder mittels kostenloser Produktion von Medien, durch geldliche Leistungen und/oder durch personelle Hilfestellung direkt vor Ort.

DBM Druckhaus Berlin-Mitte GmbH

Auch das Berliner Druckhaus Mitte erfüllt die Top-Kriterien des UmDEX/Print. Das Unternehmen war die ersten Druckerei in Deutschland, die sich den weitreichenden Anforderungen des qualifizierten Blauen Engel RAL-UZ 195 gestellt hat. Bei Drucksachen, die mit diesem Label ausgezeichnet sind, wird nicht nur das Papier mit dem Blauen Engel für eine Drucksache verwendet – entsprechende Druckwerke sind auch in ihrer Gesamtheit nachhaltig (Produktionsbedingungen). Das Label bestätigt die Einhaltung von Höchstwerten bei Emissionen, Abfall und Verbrauchsmaterialien sowie eine insgesamt umweltgerechte Druckumgebung.

Geschäftsführer Martin Lind verbindet sein soziales Mission Statement unmittelbar mit der Förderung nachhaltiger Medienprojekte. Sein Unternehmen fördert  immer wieder nachhaltige Drucksachen, wie zum Beispiel den mittlerweile legendären Wandkalender „DEMUT“. Im Jahr 2016 war dieses Werk der erste Kalender, der vollständig mit dem Blauen Engel RAL-UZ 195 zertifiziert wurde. Ohne es darauf anzulegen, gewann dieses Druckwerk auf Anhieb den weltweit wichtigsten Kalenderaward GREGOR in Gold und in den folgenden Monaten zudem noch den German Design Award sowie den Red Dot Design Award. Der Initiatoren des Druckwerks: Mario Drechsler, ein nachhaltiger Medienproduktioner, ein Fotograf und eine Agentur, wollten ein perfekt nachhaltiges Printprodukt kreieren. Das DBM Druckhaus Berlin-Mitte GmbH hat die Kosten vollständig übernommen. So wurde ein Exempel statuiert – mit viel Reichweite für die wichtige Botschaft, das durchweg nachhaltige Drucksachen auf Recyclingpapier edel und perfekt anmuten und optisch nicht mehr von konventionellen Drucksachen zu unterschieden sind.

Das soziale Engagement fokussiert zudem auf die Förderung sozialer und kultureller Einrichtungen in Berlin, ebenfalls mit Schwerpunkt auf das Kernthema Medien: zum Beispiel Kifrie, eine soziokulturelle Einrichtung die die Selbstbestimmung, das Engagement, sowie (kulturelle) und die mediale Teilhabe von Kindern und Jugendlichen fördert.

Druckstudio GmbH, Düsseldorf

Die Geschäftsführer Fotini und Werner Drechsler haben sich schon vor zwölf Jahren auf den beschwerlichen Weg gemacht, dass auf Premiumdrucksachen spezialisierte Unternehmen konsequent nachhaltig auszurichten. Der Mediendienstleister erfüllt die Topkriterien des UmDEX/Print und ist mit EMAS, dem Blauen Engel RAL-UZ 195, mit DIN ISO EN 14001, 9001, mit FSC und weiteren hochwertigen Labels zertifiziert. Das Unternehmen gewann immer wieder Wettbewerbe und Umweltpreise, darunter mehrfach die wichtigste Auszeichnung für die deutsche Druckbranche, den Druck&Medien-Award, auch in der Kategorie Nachhaltigkeit.

Elementarer Teil der Unternehmenskultur, die sich im Düsseldorfer Unternehmen als gelebte Wertekultur manifestier hat, ist ein herzliches Betriebsklima. Das Unternehmen wurde im Rahmen des Wettbewerbs GREAT PLACE TO WORK bei entsprechenden Mitarbeiterbefragungen mehrfach zu den 100 besten Arbeitgebern in Deutschland gewählt. Dieses Klima hilft, Kunden in persönlichen Beratungsgesprächen viel häufiger zu motivieren, Drucksachen von vornherein umweltgerecht zu konzipieren.

Das Mission Statement ist seit Jahren klar auf die Unterstützung von Kinder in der Region ausgerichtet. Fotini und Werner Drechsler engagieren sich seit über zehn Jahren kontinuierlich und gezielt für vier regionale Vereine und Initiativen, die sich für das Wohl von Kindern einsetzen, diese sind:

  • Düsseldorfer Kindertafel e.V.,
  • Sterntaler Düsseldorf e.V., die hilfsbedürftigen Säuglingen, Kindern und Jugendlichen in schwierigen Lebenslagen helfen.
  • Düsseldorfer Kinderhospiz Regenbogenland, ein Haus für Kinder, die aufgrund einer lebensverkürzenden Erkrankung oder einer schweren Behinderung nur eine eingeschränkte Lebenserwartung haben.
  • Dolphin Aid e.V., ein Verein, der tiergestützte Intensivtherapien mit Delphinen durchführt.
Jürgen Zietlow

Jürgen Zietlow

Autor, Blogger, Fachtexter

Autor, Fachjournalist, Blogger, Umwelt-Lobbyist | 2005 bis 2017 Chefredakteur des Fachmagazins MEDIEN | seit 2010 Unternehmensberater für nachhaltige Kommunikation, Social Monitoring und Social Media | Entwickler der LineCore-Methode® (Recherche- und Redaktionssystem).

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