Wertekultur, Nachhaltigkeit, Verantwortung

von | 2020, Oktober | Nachhaltige Medien

Titelbild: Die Eleganz und Bewegungen von Delphinen, die Art, wie sie miteinander schwimmen, all das berührt tief und vermittelt Vollkommenheit, Harmonie und Lebensfreude. Diese Wesen erinnern uns an die Essenz des Lebens und worauf es ankommt: So wurden Delphine zum Symbol der Druckstudio-Gruppe, ein Unternehmen, das sich sozial zu engagiert, z. B. bei Dolphin Aid e.V., eine tiergestützte Intensivtherapie mit Delphinen, speziell für Kinder.
Der Unterschied zwischen Basis-Umweltschutz und qualifiziert nachhaltiger Medienproduktion ist elementar. Gerade in der Druckbranche können Unternehmen, die prozessorientiert und zertifiziert produzieren, einen erheblichen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Die Druckstudio GmbH in Düsseldorf hat ihre Wertekultur vor 15 Jahren definiert. Eine Agenda der Nachhaltigkeit:

Techne (téchne, τέχνη), ist ein altgriechischer Begriff, der bis in unsere Zeit Kunst, Wissenschaft und Technik verbindet. Schon in der griechischen Frühzeit war techne nicht nur an das Geschick der handwerklichen Tätigkeit gebunden, sondern reifte zu einer Methode für jede Art von Tätigkeit heran, basierend auf praktischem Wissen für vorausplanende Berechnungen und zielbewusstes Handeln. Im Fokus steht also ein Ziel, auf das hingewirkt oder ein Werk, das verwirklicht werden soll. Seit dem fünften Jahrhundert v. Chr., mit dem Aufstieg Athens, wird das Wissen der Menschheit mit diesem Begriff techne nochmals präzisiert: Platons (ca. 428 – 348 v. Chr.) Werke und Schriften definieren techne als Wissen(schaft) gegenüber einem Objekt, seiner Bestimmung, seinen Zielen und Zwecken.

Platon und die Nachhaltigkeit

Platons Schriften haben politische Dimensionen, die konkret bis in die Gegenwart reichen. Sein berühmtes Werk „Politeia“ zum Beispiel befasst sich mit „der Gerechtigkeit“ als höchstes Gut des Zusammenlebens. Wobei der Gelehrte den Begriff Kunst  von techne, insbesondere also aus der technischen Dimension ableitet, denn auf dem altgriechischen Wort techne, das wir mit Kunst übersetzen, gründet sich unser heutige Begriff „Technik“.

Platon geht es zwar auch um das handwerkliche Können, mit Fokussierung auf das Praktische. Vor allem aber um objektives Fachwissen.

Den Begriff techne interpretiert Platon als „sich verstehen auf“.

Natürliche Veredelung

Kunst und nachhaltiges Können nach dem Ideal von Platon: Die Produktbroschüre der Druckstudio GmbH zeigt verschiedene Varianten umweltfreundlicher Druckveredelungen, etwa Laser-Stanzungen oder Mehrschichtprägungen, vollständig gedruckt auf zertifiziertem Papier, mit umweltgerechten Druckhilfsmitteln.

In dem Zusammenhang verwendete der Gelehrte den Begriff areté (gut). Doch die Bedeutung ist nicht einfach nur „das Gute“ oder eine Güte im moralischen Sinn, sondern die Güte in Bezug auf spezielle Leistungsfähigkeiten. Als Beispiel nennt Platon die Güte (= Güteklasse) eines Messers: „Erst wenn ein Messer scharf ist, kann es seiner Bestimmung gemäß eingesetzt werden, nämlich zum Schneiden.“ Die areté des Messers beschreibt also seine technische Fähigkeit zu schneiden, womit der Begriff auch für höchste Wirksamkeit, für herausragende Qualität und Exzellenz steht.

Es geht um das Bestmögliche als Basis für das bestmögliche Ergebnis

Die vier platonischen Kardinaltugenden, die Basis des heutigen christlichen Bildungsideals, sind:

  • Besonnenheit, im Sinne von Mäßigung und Nachhaltigkeit,
  • Tapferkeit im Sinne von Zivilcourage und Fairness,
  • Gerechtigkeit als Basis menschlichen Zusammenlebens und
  • Klugheit und Weisheit, im Sinne von Fachwissen.

Vordenker heutiger Nachhaltigkeit

Heute finden wir viele Begriffe, die unmittelbar an Platon anknüpfen: Sustainability (Nachhaltigkeit), Win-Win-Strategy (Gewinn-Gewinn-Strategie) und System Theorie (systematisches und prozessorientiertes Handeln).

Nachhaltigkeit Druckstudio Gruppe Nachhaltige Medienproduktion steht für die Erfassung von Umweltdaten, regelmäßige Auditierungen, Transparenzpflicht (Ökobilanzen, Umweltberichte) und die Anerkennung von hochwertigen, teils internationaler Normen. Per se leitet sich daraus ein Bündel vieler einzelner Maßnahmen im Umweltschutz ab. Bild: Druckstudio GmbH.

Weltweit entwickeln sich Konzepte der Nachhaltigkeit und des systemischen Denkens zu einem neuen Paradigma für die Politik und die globalisierte Wirtschaft sowie für globale Ökologie- und Sozialkonzepte.

Die, die sie vorantreiben sind im Nachteil und tragen die Lasten für Ihre Verantwortung! 

Vor dem Hintergrund ist es erstaunlich, wie aktuell die Schriften der griechischen Gelehrten immer noch sind und die Grundsätze heutiger Mechanismen der Nachhaltigkeit prägen. So auch beim Premium-Druckdienstleister Druckstudio GmbH in Düsseldorf – nicht als fixe Idee, sondern schon immer, als Basis für höchste Qualität, Innovation und Nachhaltigkeit. Gründer und Geschäftsführer Werner Drechsler weiß, dass sich in seinem Unternehmen

Kunst mit Können und Hightech mit Emotionen ständig kreuzen.

In der Druckbranche dienstleisten nur sehr wenige Unternehmen so konsequent, konkret: Nachhaltigkeit und Qualität, Kunst und Können mit proaktivem Umweltschutz in einem Guss anzubieten. Werner Drechsler hat eine der nachhaltigsten Druckereien in der D/A/CH-Region etabliert: „Was wäre eine umweltfreundliche Drucksache, die technisch nicht perfekt ist? Und warum sollte ein innovatives, wirkungsvolles Druckwerk nicht auch konsequent nachhaltig hergestellt werden? Und bei alledem ist eine effiziente Produktion auf industriellem Niveau elementar, für eine optimale Preis-Leistung.“

Unbestritten ist: Nur Druckereien, die diese Prozesse ganzheitlich im Griff haben, schaffen es innovative und zugleich aber auch nachhaltige Medien zu fairen Preisen anzubieten. Eine Güteklasse also, die auf technischen Fähigkeiten, gerade auch in der prozessorientierten Nachhaltigkeit, gemäß areté basiert. Der Sinn und Zweck ist es, den wichtigsten Anforderungen der Kunden zu entsprechen:

Nachhaltig zu wirken ist das einzig vernünftige Zukunftsmodell!

Die Nachteile für die, die Verantwortung tragen, bzw. die Vorteile, die auch seitens der Printbuyer mit Gier, Geiz und einer unerträglichen Schnäppchen-Mentalität einhergehen, müssen notfalls durch staatliche Restriktionen oder mittels Konjunkturprogrammen für nachhaltige Drucksachen ausgeglichen werden. Immerhin: Die EU (Greendeal) und auch die Bundesregierung haben sich klar für eine nachhaltige Entwicklung ausgesprochen. Wenn Industrien wie die Automobilindustrie gefördert werden, wäre es für die Druckindustrie ebenso geboten. 

 

Wertekultur: Die Seele der Nachhaltigkeit

UmDEX-Druckereien wie die Druckstudio GmbH haben verstanden, dass Umwelt- und Klimaschutz globale Herausforderungen sind. Keine Maßnahme wird wahllos oder isoliert durchgeführt, sondern ist teilweise sogar international connected, durch Ankerkennung nationaler und internationaler Normen und Agenden: ein kontinuierlicher Wissens- und Normen-Transfer zwischen dem internationalen Staatenbund (UN) über die EU, die Bundesregierung, bis hinein in Regionen wie Düsseldorf – und wieder zurück:

  • Der Deutsche Nachhaltigkeitsrat forciert politische Entscheidungen der Bundesregierungen, mit Blick auf die Ziele, die nachhaltige Entwicklung in Deutschland und Europa proaktiv zu fördern.
  • Die Bundesregierung hat sich zur Agenda 2030 der UN bekannt und richtet ihre Politik zunehmend konsequent danach aus.
  • Schon 2000 wurde die Energiewende von Gerhard Schröder angeschoben – trotz aller Kritik: die Erfolge können sich sehen lassen – u. a. ist der Anteil Erneuerbarer Energien am gesamten Strombedarf heute auf über 50 Prozent gestiegen.
  • In der EU und ihren Instanzen werden ISO-Normen ständig aktualisiert und fortgeschrieben. EMAS (Eco Management and Audit Scheme) wurde von der EU entwickelt und ist ein Gemeinschaftssystem zum Umweltmanagement, nebst Umweltbetriebsprüfung, für Unternehmen, die ihre Umweltleistungen in einem laufenden Prozess ständig weiterentwickeln wollen.
  • Der sog. Green Deal der EU steht seit Ende 2019 für die nachhaltige Transformation der EU-Länder durch ein gigantisches Finanzierungsprogramm, mit dem Ziel, bis 2050 in der Europäischen Union die Netto-Emissionen von Treibhausgasen auf null zu reduzieren und somit als erster Kontinent klimaneutral zu werden.
  • Die UN (United Nations) hat im Jahr 2016 insgesamt 17 weltweite Ziele für nachhaltige Entwicklung definiert, die der Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung auf ökonomischer, sozialer sowie ökologischer Ebene im globalen Maßstab dienen sollen. So schließt die Local Agenda 21 regionale Projekte in allen Teilen der Welt ein, die global „verkabelt“ sind und koordiniert werden.

Diese in Teilen strukturelle Anbindung an eine globalisierte Welt, ist charakteristisch für die qualifizierte, nachhaltige Medienproduktion. Der Blick über den eigenen, regionalen Tellerrand hinaus, ist vor dem Hintergrund einer globalisierten Wirtschaft und der vielen Menschheitsaufgaben wie dem Klimawandel elementar wichtig. Gemeinsame, nationale, internationale oder sogar globale Normen und Regeln bei der Nachhaltigkeit bilden heute bereits die Basis für eine nachhaltig globale Marktwirtschaft von morgen. Ganzheitlich nachhaltige Unternehmen wie die Druckstudio GmbH würdigen das und fördern durch Anerkennung gemeinschaftlicher Reglements einen fairen Wettbewerb und Klarheit durch Transparenz.

Nachhaltige Drucksachen, Druckstudio Gruppe

Dieses Schaubild der Druckstudio GmbH zeigt anschaulich, dass Umweltschutz bei der professionellen Nachhaltigen Medienproduktion nicht nur oberflächlich und dem Schein nach praktiziert wird, sondern ein insgesamt tiefgehender Prozess ist. Bild: Druckstudio GmbH.

Exemplarisch für diesen Geist ist die Druckstudio Gruppe. Wertekultur steht hier für ein Bündel von freiwilligen technischen, organisatorischen und sozialen Maßnahmen und gerade nicht nur für das Abhaken von gesetzlich geforderten Umweltschutzmaßnahmen. Bei der Umsetzung verschiedener Richtlinien z. B. von EMAS, bleibt Unternehmen ein gewisser Handlungsspielraum. Um das Bestmögliche zu erreichen, kommt es wesentlich auf eigene Initiative und Ehrgeiz bei der Umsetzung an.

Im Interview mit unserer Redaktion sagt Werner Drechsler: „Im Jahr 2008 haben wir unser internes Green Team gegründet, dessen Aufgabe darin besteht, unsere gesamte Wertschöpfungskette nach höchsten Standards umweltschonender zu gestalten. Der Status zeigt: Das ist uns gelungen.“

Dass die nachhaltige Medienproduktion nicht nur mit viel Aufwand und Kosten verbunden wird, sondern Werner Drechsler auch auf die ökonomischen Erfolge zu sprechen kommt, z. B. auf erhebliche Einsparungen von Energie, Chemie, Druckhilfsmitteln oder Papier (Makulatur), unterstreicht die Wirksamkeit und ist ebenfalls charakteristisch für dieses Qualitätslevel der Nachhaltigkeit.

Fotini Drechsler, Druckstudio Gruppe Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der Druckstudio GmbH, Werner Drechsler.

Nachhaltigkeit in drei Dimensionen

Nach einhelliger Auffassung der Wissenschaft setzt sich der Begriff Nachhaltigkeit aus drei Dimensionen zusammen:

  1. Ökologische Nachhaltigkeit, die verschiedene, umweltgerechte Maßnahmen bündelt und sich daran orientiert die Umwelt einschließlich der natürlichen Ressourcen zu schonen.
  2. Ökonomische Nachhaltigkeit, die ein gutes Wirtschaften fordert. Es müssen langfristig genug Gewinne erzielt werden um diese beispielsweise in effiziente, energie- und materialsparende Produktionsanlagen, neue Mitarbeiter und Fortbildungen zu investieren.
  3. Soziale Nachhaltigkeit: stellt durch gezielte, klar definierte Engagements in sozialen und gesellschaftlichen Projekten den Menschen und seine Würde in den Mittelpunkt

Darauf fußend sind bei der nachhaltige Medienproduktion vier Wirkungsfelder von Bedeutung. Das maximale Potenzial der Nachhaltigkeit wird erst durch diesen ganzheitlichen Ansatz gehoben:

Die ökologische Nachhaltigkeit bildet hier das Fundament, unterteilt in drei, der vier gewichtigen Wirkungsfelder (grüne Bereiche) mit entsprechenden Synergieeffekten:

  1. Basis-Umweltschutz, wie nachfolgend beschrieben.
  2. Prozessorientierter, qualifizierter Umweltschutz: Konkrete Einzelmaßnahmen im Umweltschutz, die weit über die im Basis-Umweltschutz hinausgehen, wie nachfolgend erläutert.
  3. Prozessmanagement: Anerkennung, Umsetzung von nationalen und internationalen Normen und Prozessen. Permanente Erfassung relevanter Umweltdaten aus allen Abteilungen (Umwelt-Buchführung), ständiger Verbesserungsprozess. Verpflichtung, Umweltberichte öffentlich zu publizieren und Mitarbeiter entsprechend zu qualifizieren bzw. zu sensibilisieren.

Die Grafik zeig die Gewichtung der vier Dimensionen der Nachhaltigen Medienproduktion. Quellen: Erhebungen des Umweltbundesamtes, der Heidelberger Druckmaschinen AG, INGEDE, FOGRA, BG ETEM, IFEU-Institut, J. Zarwan Partners Studie und der Forschungsgemeinschaft für Energiewirtschaft mbH (FFE). IPR. Die Daten sind gemittelte Werte aus diesen Studien und diversen aktuellen Umwelterklärungen und können entsprechend variieren.

Nachhaltige Medienproduktion

Basis-Umweltschutz ist wichtig, jedoch mit Blick auf die gesamte, qualifizierte nachhaltige Medienproduktion nur ein Teil der tatsächlich möglichen, weitreichenden Maßnahmen. Bildquelle: UmDEX. Quellen: Erhebungen des Umweltbundesamtes, der Heidelberger Druckmaschinen AG, INGEDE, FOGRA, BG ETEM, IFEU-Institut, J. Zarwan Partners Studie der Forschungsgemeinschaft für Energiewirtschaft mbH (FFE) und IPR.

 

1. Wirkungsfeld: Basis-Umweltschutz

Druckereien verweisen häufig auf drei Basis-Maßnahmen im Umweltschutz:

  1. Angebot von Recyclingpapier.
  2. Bezug von Ökostrom.
  3. CO2-Kompensation.

Der Blick auf viele weitere wirkungsvolle Einzelmaßnahmen bei der qualifizierten Nachhaltigkeit und den sich daraus ergebenden Synergieeffekten zeigt, dass die qualifizierte Nachhaltigkeit wesentlich weiter reicht. Dabei sind die nachfolgend kurz beschriebenen Basis-Leistungen für ganzheitlich nachhaltige Druckereien generell selbstverständlich.

Papier im Allgemeinen oder Recyclingpapier wird häufig als größter Hebel im Umweltschutz bei der Medienproduktion dargestellt, mit einem Anteil der gesamten CO2-Emissionen von 70 bis 80 Prozent an einer Drucksache. Der Einsatz von 100%tigem Recyclingpapier hebelt dieses Potenzial aber nicht vollständig, denn die Produktion von Recyclingpapier emittiert CO2-Emissionen. Wirklich nachhaltige Druckereien klären seriös darüber auf, dass allein der Unterschied zwischen den CO2-Emissionen jeweiliger Papiere zu bemessen ist.

Im Mittel ist der Hebel von reinem Recyclingpapier nicht bei 70 bis 80, sondern etwa bei 8 bis 15 Prozent, je nach zu vergleichenden Papiersorten.

Recyclingpapier ist eine sehr gute Wahl, doch können auch Papiere aus nachhaltiger Forstwirtschaft (zum Beispiel FSC-zertifizierte Papiere) eine gute Alternative sein. Ad absurdum wird die Werbung mit Recyclingpapier geführt, wenn (nicht selten Greenwasher) nicht auch in einer umweltgerechten Produktionsumgebung produziert wird.

Mit Blick auf Ökostrom dürfen die CO2-Emissionen für den Bau entsprechender Anlagen (Wind, Sonne, Wasser) für die Wartung, die Verkabelung, die Übergabestationen, die Entsorgung (nach jeweiligen Abschreibungszyklen lt. BFH) und so weiter berücksichtigt werden. Auch hier gilt: Ökostrom ist eine hervorragende Wahl. Druckereien, wie die Düsseldorfer Druckstudio GmbH produzieren daneben eigenen Strom durch eine Photovoltaikanlage, auf den Dächern der Büro- und Produktionsgebäude.

CO2-Kompensationen beziehen sich auf CO2-Emissionen eines Druckprozesses, die nach dem Grundsatz „Vermeiden – Reduzieren – Kompensieren“ verbleiben. Diese Emissionen können über Klimarechner exakt je Druckwerk nach der ISO 16759 (CO2-Bilanzierung von einzelnen Druckprodukten) ermittelt werden. Der Ausgleich ist ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz, aber nur, wenn vorher alles Mögliche unternommen wurde, um CO2-Emissionen grundsätzlich zu vermeiden bzw. zu reduzieren.

Die qualifizierte, prozessorientierte, nachhaltige Medienproduktion impliziert diese Basis-Umweltschutzmaßnahmen. Dabei und darüber hinaus werden diese Basismaßnahmen, durch viele weitere wirkungsvolle Maßnahmen, zu einem ganzheitlichen Ansatz gebündelt: Im Vergleich zum Basis-Umweltschutz bestehen grundlegende, einfach zu erfassende Unterschiede, die von Dienstleistern wie der Druckstudio GmbH deshalb mit Nachdruck betont werden:

2., 3. Wirkungsfeld: Prozessorientierter, qualifizierter Umweltschutz

Die meisten Maßnahmen im prozessorientierten Umweltschutz basieren, so, wie bei der Druckstudio GmbH, auf einem fortlaufenden Prozessmanagement – als ein wesentliches Abgrenzungsmerkmal zum Basis-Umweltschutz:

  • Generell wird Umweltschutz als ein alle Unternehmensbereiche erfassender, laufender und ganzheitlicher Prozess verstanden, mit dem Ziel, die Umweltleistungen ständig zu verbessern:
  • Regelmäßige Erfassung aller relevanten Umweltdaten durch Management-Informationssysteme (MIS) bzw. durch sogenannte Umweltinformationssysteme (UIS).
  • Regelmäßige Dokumentationen, auch vergleichend mit bisherigen Kennzahlen im Umweltschutz, nebst Prognosen für die künftige nachhaltige Entwicklung.
  • Regelmäßige Umwelt-Audits durch staatlich geprüfte Auditoren,
  • Schaffung von Transparenz durch die Verpflichtung, regelmäßig Umweltberichte (Ökobilanzen) zu veröffentlichen.

Selbst die Basis-Umweltschutzmaßnahmen sind ausschließlich bei zertifizierten Druckereien garantiert, da sie sich durch Dokumentation verpflichten. Ohne ein gemeinsames, teils internationales Reglement bleibt unsicher, ob bestimmte Maßnahmen tatsächlich wie beworben durchgeführt werden. Das gilt sowohl für den Einsatz von Papier als auch für den Bezug von Ökostrom oder die Kompensation von CO2-Emissionen – abgesehen von vielen weiteren Maßnahmen, die, wie erwähnt, im prozessorientierten Umweltschutz durchgeführt und bilanziert werden.

Bausteine der nachhaltigen Medienproduktion

Umweltfreundliche Medien zu produzieren, ist ein vielschichtiger Prozess und wirkt weit über den Basis-Umweltschutz hinaus. Quelle für die Datenbasis: bitte auf das Bild klicken. Bild: UmDEX.

 

Beispielhafte Zusammensetzung verschiedener Basis- und Prozess-Umweltschutzmaßnahmen auf Basis der Berechnung von CO2-Äquivalenten. Datenquelle: Erhebungen des Umweltbundesamtes, der Heidelberger Druckmaschinen AG, INGEDE, FOGRA, BG ETEM, IFEU-Institut, J. Zarwan Partners Studie und der Forschungsgemeinschaft für Energiewirtschaft mbH (FFE). IPR. Die dargestellten Minderungen der CO2-Äquivalente sind gemittelte Werte aus diesen Studien und diversen aktuellen Umwelterklärungen.

Wie im UmDEX-/Print definiert, sind es nur wenige Top-Labels, die eine prozessorientierte, strukturierte Nachhaltigkeit mit Brief und Siegel garantieren. Geschäftsführer Werner Drechsler sieht es nach 15 Jahren Engagement im betrieblichen Umweltschutz so:  „Unsere breite Maßnahmen- und Produktpalette zeigt, dass es bei uns nicht um punktuelles Greenwashing oder kurzfristige Aktionen geht, sondern um ein ganzheitliches und langfristiges Nachhaltigkeitskonzept.“ Die Druckstudio GmbH setzt auf umweltfreundliche Materialien, Prozesse und Technologien in der gesamten Druckproduktion. Die Palette reicht von zertifizierten Qualitäts-, Umwelt- und Energiemanagementsystemen über recycelte Papiere und umweltfreundliche Farben und Lacke auf Pflanzenölbasis, bis hin zu chemiearmen Druckplatten, dem kompletten Verzicht auf IPA-Alkohol und der Installation einer Wärmerückgewinnungsanlage an den Druckmaschinen.

Die weitreichenden Prozesse bei der zertifizierten, nachhaltigen Medienproduktion sind kein Mittel zum Zweck, etwa um eine werbewirksame Zertifizierung zu erhalten, sondern umgekehrt: sie dienen dem Zweck, die Prozesse im Umweltschutz fortlaufend zu optimieren.

„Denn ökologisch ist auch ökonomisch.  Ökologisches Engagement lohnt sich: Zum einen für die Umwelt, die dadurch entlastet wird. Zum anderen – und dies wurde früher von vielen bestritten – auch für unser eigenes Geschäft und das unserer Kunden. Denn wer ökologisch wirtschaftet, wird letztlich auch ökonomisch gewinnen. Und wer umgekehrt keine ökonomische Stabilität erreicht, wird die bestmögliche Ökologie nicht sicherstellen können. Beides ist also wichtig, weil das eine das andere bedingt. Dies entspricht unserer langjährigen Erfahrung,“ erkläutert Werner Drechsler.

Für Printbuyer lässt sich diese Qualität im Umweltschutz einfach erkennen: Für Deutschland und Europa gibt es nur wenige, hochwertige Labels, die eine nachhaltige Produktion von Drucksachen bescheinigen:

  • EMAS,
  • Blauer Engel RAL UZ 195, sowie vorher bereits mit den
  • DIN-ISO-EN-Normen 14001 (Umweltmanagement) und
  • 50001 (Energiemanagement).
Blauer Engel RAL UZ 195, EMAS, FSC

Professioneller Umweltschutz bedingt in der Medienbranche zertifizierte, prozessorientierte Nachhaltigkeit. So ist garantiert, dass sämtliche relevante Umweltdaten erfasst und diese jährlich auditiert und transparent veröffentlicht werden.

EMAS, Eco Management and Audit Scheme

Dieses Umweltmanagementsystem, auch als Eco-Management-System oder EU-Öko-Audit bekannt, wurde von der Europäischen Union entwickelt. EMAS ist ein international renommiertes, strenges Gemeinschaftssystem zum prozessorientierten Umweltschutz, das auf regelmäßigen Umweltbetriebsprüfungen basiert. U. a. gilt die Pflicht für zertifizierte Unternehmen wie die Druckstudio GmbH, jährliche Umweltberichte und darin dezidierte Umweltbilanzen zu veröffentlichen. Insgesamt impliziert die EMAS-Zertifizierung eine Reihe von Maßnahmen, die regelmäßig durch vereidigte Auditoren validiert werden.

Im März 2020 erhielt die Druckstudio Gruppe die Zertifizierung für ihr Umweltmanagementsystem am Standort Düsseldorf. „Die EMAS-Zertifizierung ist ein weiterer, glaubwürdiger Beleg dafür, dass wir wirklich umweltfreundliche Produkte herstellen und unsere Geschäftstätigkeit so ausgerichtet haben, dass wir die negativen Auswirkungen auf die Umwelt Schritt für Schritt verringern“, erläutert Drechsler.

Blauer Engel DE-UZ 195

Der Blaue Engel ist im deutschsprachigen Raum das mit Abstand bekannteste Umweltlabel und genießt bei Verbrauchern hohes Vertrauen und große Akzeptanz.

Die Bekanntheit des Labels liegt in Deutschland bei 92 Prozent.

Neben dem bereits bekannten Blauen Engel für 100%tige Recyclingpapiere, geht der Blaue Engel DE-UZ 195 einen entscheidenden Schritt weiter: So musste die Druckstudio GmbH im Zertifizierungsprozess ihre „Wertekultur“ konkret nachweisen und die Nachhaltigkeitsstrategie erläutern. Dazu zählt eine lückenlose Offenlegung und Dokumentation im Rahmen eines Umweltmanagementsystems, bezogen auf die gesamte Wertschöpfungskette.

Der Blaue Engel nach DE-UZ 195 bewertet die Produktionsumgebung einer Druckerei als Ganzes. Neben dem Einsatz von Papier mit dem Blauen Engel werden viele weitere Anforderungen an eine Drucksache gestellt, damit diese mit dem Blauen Engel gelabelt werden dürfen. Das Label bestätigt, dass konkret festgelegte Höchstwerte bei Emissionen, Abfall, Verbrauchsmitteln usw. eingehalten wurden. Drucksachen, die mit dem Blauen Engel DE-UZ 195 gekennzeichnet sind, wurden z. B. mit stark minimierten Lösemittel-Emissionen und ohne gefährliche Stoffe in Farben, Klebstoffen, Reinigern und andere Hilfsmittel produziert. Insgesamt wurde der Ressourcenverbrauch bestmöglich reduziert und die Umwelt geschont. Nur dann dürfen Printbuyer ihre Produkte bei entsprechend zertifizierten Unternehmen wie der Druckstudio Gruppe mit dem Bildlogo des Blauen Engel DE-UZ 195 auszeichnen.

Printbuyer können das Label des Blauen Engels nur bei entsprechend zertifizierten Druckereien einkaufen und verwenden.

Diese hochwertigen Zertifizierungen sind das Resultat des jahrelangen Engagements der Druckstudio GmbH für eine nachhaltige Druckproduktion. Zahlreiche nationale und internationale Preise und Zertifikate im Umwelt-, Qualitäts- und Energiemanagement spiegeln die konsequente, umweltbewusste Ausrichtung des Unternehmens wider.

4. Wirkungsfeld: Soziales Engagement

Soziales und gesellschaftliches Engagement wird auch als Mission Statement bezeichnet.

Soziales Engagement, Druckstudio GmbH Düsseldorf Das soziale Engagement (Mission Statement) der Druckstudio GmbH fokussiert seit über zehn Jahren kontinuierlich und ganz bewusst auf Organisationen und Vereine aus der Region, die sich für Kinder in schwierigen Lebenslagen engagieren.

Auch hier soll die Druckstudio GmbH als konkretes Beispiel dienen: Das Unternehmen engagiert sich seit über zehn Jahren kontinuierlich und gezielt für vier regionale Vereine und Initiativen, die sich für das Wohl von Kindern einsetzen, diese sind: die Düsseldorfer Kindertafel e.V., die Sterntaler Düsseldorf e.V., die seit 2000 in Düsseldorf und Umgebung hilfsbedürftigen Säuglingen, Kindern und Jugendlichen in schwierigen Lebenslagen helfen. Das Düsseldorfer Kinderhospiz Regenbogenland ist ein Haus für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die aufgrund einer lebensverkürzenden Erkrankung oder einer schweren Behinderung nur eine eingeschränkte Lebenserwartung haben. Und der Verein dolphin aid e.V. führt tiergestützte Intensivtherapien mit Delphinen durch – für Kinder mit Behinderungen sind diese Therapien häufig der Beginn der gesundheitlichen Rehabilitation.

Menschliches Miteinanderauch dass sind für die Geschäftsführung nicht einfach zwei Worte auf einer Tafel, sondern gelebte Werte der Unternehmenskultur. Das dadurch gewachsene freundliche und entspannte Klima spüren und schätzen auch die Kunden und Zulieferer. „Der Umgang in unserem Hause ist geprägt von Ehrlichkeit, Fairness und gegenseitigem Vertrauen, ein Klima, dass uns wirklich sehr am Herzen liegt“, betont die Geschäftsleitung. Die Druckstudio GmbH wurde von der eigenen Belegschaft bereits vier Mal im Rahmen der Best-Place-to-Work-Befragung entsprechend positiv bewertet und deshalb von einer Juri als einer der 100 besten Arbeitgeber in Deutschland ausgezeichnet.

Die Teams und Kundenberater werden laufend fortgebildet. Insgesamt ein gutes Umfeld, das optimale Beratungskompetenz garantiert. Der gute Draht zu den Kunden ist generell ein weiteres, wesentliches Merkmal des sozialen Engagements. Denn in persönlichen Gesprächen werden die Kunden des Mediendienstleisters schon in der Planungsphase individuell beraten – vor allem auch sensibilisiert, die Umweltauswirkungen ihrer Drucksache zu optimieren – denken wir an Formate, Materialien, Konfigurationen, Auflagen etc.

Nachhaltigkeit ist State of the Art

Die Corporate Social Responsibility (CSR), das nachhaltige Image einer Marke, ist ein Wettbewerbsfaktor für Printbuyer. Was für große oder internationale Konzerne wie die Metro Group oder die Deutsche Telekom AG oder auch internationale Banken schon länger galt, wird jetzt auch bei führende Kreativagenturen zum Standard. Immer mehr Agenturen bekennen sich sehr konkret zur qualifizierten Nachhaltigkeit. Diese Entwicklung dürfte auch dem Purpose-Trend geschuldet sein: Gerade auch Start-ups vermarkten Nachhaltigkeit und den Sinn und Zweck ihrer Unternehmen sogar als zentrales Geschäftskonzept (USP).

Marketers und Budgetentscheider verinnerlichen auch bei gedruckten Medien zunehmend, wo glaubwürdige, wirkungsvolle und verifizierbare nachhaltige Medienproduktion beginnt. Nachhaltige Labels auf den eigenen Drucksachen sollen vonseiten der Empfänger als glaubwürdig wahrgenommen werden.

Bei Print ist die Unterscheidung zwischen qualifizierter Nachhaltigkeit und Greenwashing einfacher zu erkennen als z. B. im Biolabel-Dschungel für Lebensmittel.

Drucksacheneinkäufern dürfen ihre Drucksachen nur bei real zertifizierten Druckereien mit den Top-Labels der Nachhaltigkeit labeln. Dieselbe Transparenz, die Green-Printer wie die Druckstudio GmbH ihren Kunden garantieren, können ebendiese dann auch selbst durch entsprechende Logos auf ihren Drucksachen dokumentieren.

Glaubwürdigkeit basiert auf Fakten.
Fakten schaffen Vertrauen und Sicherheit.

„Fortlaufendes Engagement für mehr Nachhaltigkeit ist für uns eine Herzensangelegenheit, von der auch unsere Kunden direkt profitieren, die die Nachhaltigkeit ihrer Drucksachen glaubhaft und transparent nach außen kommunizieren wollen“, betont Werner Drechsler. „Mit uns kann der Kunde Nachhaltigkeit noch einen Schritt weiterdenken.“

 

Jürgen Zietlow

Jürgen Zietlow

Autor, Blogger, Fachtexter

Autor, Fachjournalist, Blogger, Umwelt-Lobbyist | 2005 bis 2017 Chefredakteur des Fachmagazins MEDIEN | seit 2010 Unternehmensberater für nachhaltige Kommunikation, Social Monitoring und Social Media | Entwickler der LineCore-Methode® (Recherche- und Redaktionssystem).

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