Auf der Suche nach exklusiven und hochpreisigeren Drucksachen würden sich schon bei den Druckereien für Individualdrucksachen hochspannende Anwendungsbeispiele finden, die durchaus noch repräsentativer auf deren Websites präsentiert werden sollten. Manche nennen solche hoch veredelten Drucksachen Designporn oder auch Optische Haptik. Leider kommen wirklich geniale Abbildungen, die zeigen, was die Branche zu leisten vermag, immer noch viel zu selten vor. und wenn, sind die Abbildungen häufig definitiv zu klein.

Davon abgesehen: Premium-Druckereien beherrschen auch im Zeitalter der Digitalisierung die Kunst des Druckens noch perfekt. Spezialisierte Druckereien oder Druck-Manufakturen produzieren täglich Drucksachen, die sich im Rahmen automatisierte Prozesse nicht herstellen lassen.

Die teuersten Drucksachen der Welt

Relegionswerke

Unter Berücksichtigung der Druckauflagen gehen nicht selten Druckaufträge über die Tresen, die hohe siebenstellige Beträge kosten. Zu den größten Druckauflagen zählen Werke wie der Koran oder die Bibel, aber auch die Publikation Der Wachturm, der pro Einzelauflage mit unglaublichen 42 Millionen Stück produziert wird.

Legendär: Der IKEA-Katalog

Noch gigantischer ist die Druckauflage des IKEA-Katalogs. Pro Ausgabe werden 215 Millionen Kataloge produziert und in 13 Sprachen übersetzt. Einen Großteil der für Deutschland vorgesehenen Auflage produziert die TSB-Gruppe gemeinsam mit ihrem Partner Burda-Druck.

IKEA-Katalog mit 215 Millionen weltweiter Exemplare. Print lebt.

Mit 215 Millionen Exemplaren zählt der IKEA-Katalog zu den teuersten Druckaufträgen weltweit. Dass IKEA massiv auch digitale Absatzkanäle bespielt, hat dem Druckwerk nicht geschadet. Die Auflage wurde in den letzten Jahren sogar erhöht.

Mit 215 Millionen Exemplaren zählt der IKEA-Katalog zu den teuersten Druckaufträgen weltweit. Dass IKEA massiv auch digitale Absatzkanäle bespielt, hat dem Druckwerk nicht geschadet. Die Auflage wurde in den letzten Jahren sogar deutlich erhöht. Gerade als Kontrast zur Digitalisierung, scheinen sich einige Druckwerke gerade als fast schon subkulturelle Medien optimal zu bewähren.

Absoluter Luxus: die teuerste Visitenkarte der Welt

Die Firma Black Astrum aus England wirbt mit dem Hinweis, die teuerste Visitenkarte der Welt herzustellen. Das Druckwerk kostet ganze 1.500 Euro. Wohlbemerkt: pro Visitenkarte! Wahrscheinlich macht das den Briten so schnell keiner nach. Printbuyer, die im Besitz von 30 dieser Karten sind, können mindestens 30 Karat ihr Eigen nennen.

Die Karten wurden ursprünglich für eine wohlhabende Familie aus dem Mittleren Osten hergestellt. „Mittels präziser Gussformen, Schweizer Materialien und Diamanten höchster Qualität und Klasse wird ein unverwechselbares Produkt garantiert“, so das Unternehmen. Kein Zweifel.

Durch die Kombination moderner und traditioneller Techniken, entwickeln die Black- Astrum-Designer Luxus-Visitenkarten der Superlative – zusammen bilden Sie die legendäre Serie >Signature Card. Bildquelle: Astrum.

 

Die teuersten Bücher der Welt

Hier lohnt sich die Suche nach historischen Büchern. Zu den teuersten Büchern der Welt zählen:

  • Das Buch Birds of America des amerikanischen Vogelkundlers und Malers John James Audubon (1785-1851). Das Werk wurde für 8,7 Millionen Euro in London versteigert.
  • Das Rothschild-Gebetbuch: 2014 für circa zwölf Millionen Euro verkauft.
  • Der Bay Psalter: 2013 für 14,5 Millionen Dollar verkauft.
  • Cuthbert-Evangelium: 2011 für 15,1 Millionen Dollar verkauft an die British Library
  • Mit der Magna Carta Libertatum befriedete der aus Robin Hood bekannte englische König Johann Ohneland 1215 seinen rebellischen Adel – ein historischer Moment für das Verfassungsrecht. Das Buch wechselte den Besitzer 2007 für 21,3 Millionen Dollar.
  • Evangeliar Heinrichs des Löwen wurde1983 für ganze 28 Millionen Dollar an Deutschland verkauft.
  • Bill Gates nennt das wohl teuerste Buch der Welt sein Eigen: Der Codex Leicester wurde 1994 für 30,8 Millionen Dollar verkauft.
Codex Leicester

Der Codex Leicester: 1994 für 30,8 Millionen Dollar verkauft an Bill Gates. Bild: Philippe Kurlapski

Individualdruck mit
emotionaler Steuerung

Neben Briefmarken, bei denen die Sammlerwerte ebenfalls schnell sechs- oder siebenstellige Eurobeträge erreichen, gibt es zahlreiche Beispiele für besonders luxuriöse Drucksachen, die jedoch bei weitem nicht derart unbezahlbar sind. Gleichwohl erreichen sie das, was sich ihre Absender davon versprechen: Aufmerksamkeit und optimale Responsequoten.

Individuelle Drucksachen ermöglichen Kreativen, die gewollten Botschaft über verschiedene kreative Hebel zu pointieren, denken wir an Funktionen, Sonderformate, Substrate, Materialien, Konfektionierungen oder die unterschiedlichsten Veredelungsmöglichkeiten.