Demut: Was für ein genialer Name für einen Ökokalender!

von | 2020 | MEDIEN, Nachhaltige Medien


So schlicht und doch fundamental wie die Alpen, ist auch dieses Druckwerke konzipiert. Technisch fast alles zu können – aber trotzdem zu lassen? Der mehrfach prämierte Kalender DEMUT ist ein Gipfel der nachhaltigen Medienproduktion: entworfen von Mario Drechsler, umweltgerecht hergestellt beim DBM Druckhaus Berlin-Mitte GmbH. 
Titelbild: Titelbild des preisgekrönten Wandkanelders DEMUT. Was für ein Titel, wenn man bedenkt, dass auch der Kalender absolut, ja fast schon genial minimal hergestellt wurde. Bidquelle: Mario Drechsler | Highendmedia GmbH..

 

Das Handwerk des Druckers als Leidenschaft zu bezeichnen, dass erscheint einigen zu pathetisch. Im Zeitalter von Web-to-Print und Systemdruck, inmitten der Digitalisierung ist doch alles so praktisch, effizient, einfach und logisch. Nachrichten, seien sie noch so erschütternd oder dramatisch, wechseln sich in rascher Reihenfolge ab. Was gestern war? Schnell vergessen. Nichts bleibt. Viel zu oft mutiert unser Alltag zu einer stressigen Todo-Liste.

Fast-Food, Fast-Fashion oder Fast-Print, Same Day, Quick-Info, To-go, Over-Night, 24/7, Just-in-Time, Snackable Content, On-Demand, Soon as possible, 5-Minuten-Terine, Sofortkredit, Blitzwäsche etc.:

Eiligkeit und Oberflächlichkeit bestimmen häufig unseren Alltag. Das gilt auch in der Mediennutzung: Im digitalen Raum verschwinden 98 Prozent der werblichen Botschaften im Nirwana. Dieser digitale Wisch-und-Weg-Effekt – er wird von Marketers und Budgetentscheidern gefürchtet. Auch Anzeigen in Suchmaschinen, Social-Advertising oder klassische Bannerwerbungen verloren in den letzten Jahren gewaltig an Performance.

Nachhaltig ist das nicht. Wirkungsvoll auch nicht.

Wer alles will, bekommt nichts wirklich. In der Werbung gilt das sowohl für die Absender als auch die Rezipienten von Botschaften. Wer nur Headlines verschlingt, ohne die Inhalte zu kennen, wer Schnäppchen jagt, ohne den Nutzen zu definieren, wer wirbt, ohne seine Empfänger zu kennen oder Medien gestaltet, ohne die Wirkung zu hinterfragen, versinkt im Treibsand der Gewöhnlichkeit – und wartet vergebens auf angemessene Wirkung.

Dieses Vakuum ist wie ein Reflex, frei von Sinn und Zweck, allerdings kein rein digitales Phänomen. Neben der Digital-Blindness existiert die Print-Blindness. Nicht die Mediengattung treibt uns in diese Leere, sondern die Weise, wie wir sie nutzen. Wenn sicher ist, dass nichts mehr sicher ist, dann ist mit Sicherheit was faul. Viele blicken auf die Erfolge der Digitalisierung von Verwaltungen (Softwares) oder in der Kommunikation (E-Mails, Social-Media, Blogs, Videodienstleistungen etc.) und leiten reflexartig die generelle Führerschaft digitaler gegenüber analogen Medien daraus ab.

Und dann, plötzlich bejahen selbst Digitalreligiöse fast schon ungläubig und erstaunt die absolute Dominanz analoger Medien – gleich in so vielen und wichtigen Segmenten. Ein paar Beispiele:

Ich denke an Verpackungen. Physische Produkte lassen sich nicht digital verpacken. Auch wird kein noch so ultradünnes, hochmodernes digitale Gerät ohne zusätzliche Printprodukte geliefert: Beipackzettel, Schnellanleitungen, Gebrauchsanweisungen etc. Bei Vernissagen oder Anlässe wie Hochzeiten, Geschäftsberichten und vielem mehr, ist Print State of the Art. Und auf Events überall auf der Welt, werden Businesscards überreicht, während das Smartphone in der Hosentasche steckt. Eine Frage des Images und deshalb auch als Imagecard bezeichnet – sie zu überreichen, ist ein Ritual, eine Würdigung, eine Form der Schenkung, etwas Persönliches. Ein emotionaler Moment.

Ehre, wem Ehre gebührt.

Nutzen ist in diesem Zusammenhang ein wichtiger Begriff. Er beschreibt einen Vorteil, einen Gewinn, Ertrag, den man von einer Tätigkeit, dem Gebrauch von etwas, der Anwendung eines Könnens o. Ä. hat. Jetzt, im Zeitalter erstaunlicher Möglichkeiten der Digitalisierung, können wir sicher resümieren: Der harte Wettbewerb zwischen digitalen und analogen Medien ist im Grunde beigelegt. Beide Gattungen existieren in einer sinnvollen Koexistenz und nützen auf ganz unterschiedliche Weise.

Häufig findet sich der Nutzen auch in der perfekten Symbiose, denken wir an Print-to-Web, zum Beispiel mit Augmented Reality oder an die erwähnte Kurzanleitung oder die hochwertige Schachtel mit Inlay, in das ein Smartphone schützend und aufwertend eingebettet ist. Print ist dreidimensional. Digitale Medien müssen sich mit zwei Dimensionen begnügen. Mit Print entstehen multisensorische Vorteile bei der Berührung. Und wenn bestimmte Funktionen eingebaut sind, auch durch Aktionen, die mit den eigenen Händen durchführen: Drucksachen, die uns einladen, etwas aufzureißen, zu schieben, ziehen, daran zu Riechen und so weiter.

Nachhaltig gedruckter Wandkalender

Ein Monatsblatt, mit gewaltigen, alpinen Motiven. Mehrfach preisgekrönter Wandkalender DEMUT. Einer der erfolgreichsten und nachhaltigsten Kalender der letzten Jahrzehnte. Genial einfach. Konsequent nachhaltig. Bildquelle: Mario Drechsler | Highendmedia GmbH.

D E M U T
Ein Wandkalender,
ein Meisterwerk

Auch Größe, im Sinne des gemessenen Formates, ist eine absolute, herausragende Domäne von Print. Der Wandkalender DEMUT ist mit 680 auf 425 Millimetern nicht nur groß formatiert. Gepaart mit kreativer Größe, exzellenten Fotografien, großem Geschick und Fingerspitzengefühl bei der technischen Umsetzung im Druckprozess, wurde dieses Druckwerk zu einem Konzentrat emotionaler, haptischer Assets. Der Jahreskalender mit dem treffenden Titel DEMUT wirkt quasi wie ein Doping von Emotionen – er berührt viele Sinne.

Was uns berührt, wirkt – und
Wirkung ist das Key-Feature im Marketing.

Dieser mehrfach ausgezeichnete Wandkalender bewirkt ein Feeling von Gänsehaut. Größe, Motive, Materialien, Designs und die Funktionen, etwa die edlen Klammern, die das Werk zusammenhalten, werden eins. Über alledem thront die Nachhaltigkeit. Die Schärfe des Bildes kommt hier auf edlem Recyclingpapier zu Geltung, gedruckt mit umweltgerechten Druckfarben – alles ist stimmig. Und zwar nicht nur theoretisch, etwa als Dummy der Vision einer derart perfekten Drucksache, sondern real in großen Auflagen, ökonomisch tragbar produziert. Denn bei aller Begeisterung: Ein Drucksaal ist keine Kunstausstellung. Die Produktionsstätte von Drucksachen war immer ein Ort, an dem Print effizient und kostengünstig produziert wird.

Großer Wandkalender, umweltfreundlich produziert

Der mehrfach preisgekrönte Kalender DEMUT entstand durch Initiative des Medienexperten Mario Drechser. Er hat durch seine Beharrlichkeit eine Kettenreaktion guter Ereignisse ausgelöst. Bildquelle: Mario Drechsler | Highendmedia GmbH.

An der Entstehung des mehrfach preisgekrönten Druckwerks waren diverse Instanzen beteiligt:

1. Mario Drechsler: Naturverbundener Medienexperte

Der Initiator und Producer des Projektes, Mario Drechsler, Geschäftsführer der Highendmedia GmbH (Produktionsbüro für hochwertige Printmedien), wollte das Bewusstsein für den verantwortungsvollen Umgang mit der natürlichen Ressource Papier fördern. Demonstrieren, dass umweltschonend produzierte Druckobjekte selbst höchsten Ansprüchen gerecht werden können.

Rohstoffe aus nachhaltigen Quellen müssen ihren Weg in verantwortungsvolle Hände finden – dieser Gedanke war meine wesentliche Motivation für dieses Projekt“,

sagt der Kreative, der die Postproduktion, Litho und Reinzeichnung, die Erstellung der Druckdaten sowie die Betreuung des Druckprozesses anging. „Der bekannte Fotograf Uli Wiesmeier ließ sich von der Idee und der damit verbundenen Message begeistern. Ihm gefiel der Gedanke, dass seine alpinen Motive auf einem nachhaltigen Druckwerk veröffentlicht würden.“

2. Bildkompositionen von Uli Wiesmeier

Den Titel DEMUT hat das Druckwerk seinen Motiven zu verdanken. Uli Wiesmeier, 1959 geboren, ist ein deutscher Fotograf, der lange Zeit am oberbayerischen Alpenrand zuhause war. Seit 2017 lebt er in der südtiroler Gemeinde Lüsen, umring von majestätischen Gebirgen. Seit 1993 fokussiert der Autor und Alpinist auf seine Leidenschaft, die alpine Fotografie – mit Schwerpunkt auf Motive aus der Alpenregion. Seine Bilder werden weltweit publiziert: Wiesmeier gilt als Meister der Alpinfotografie. Als Wiesmeier vom Projekt erfuhr, hat er sich bereiterklärt, einige seiner unveröffentlichten Fotografien zu stiften – der Umweltaktivist und Naturliebhaber war fasziniert von den Ideen des Medienproduktioners.

3. Designkonzept: Clormann-Design

Konzeptionell und gestalterisch wurde Drechsler von seinem Kollegen, dem Dipl. Designer Marc M. Clormann (Clormann Design), unterstützt. Clormann war auch derjenige, der das Werk bei diversen Wettbewerben eingereicht hat. Als Highend-Designer und schon mit Hunderten, exzellenten und herausragenden Gestaltungsaufträgen für Drucksachen beauftragt, war er sich der Einzigartigkeit dieses Wandkalenders sicher – besonders der damit verbundenen Chancen bei diverse Wettbewerben – und gewann!

Nachhaltige Drucksachen, Druckhaus Berlin Mitte

Es braucht ein gutes Gefühl für Papier und Technologie, um einen derart brillanten Kalender auf einem 100%igen Recyclingpapier zu drucken. Bildquelle: Mario Drechsler | Highendmedia GmbH..

4. Gedruckt und konfektioniert von
DBM Druckhaus Berlin-Mitte GmbH

Beiden Kreativen war bewusst, dass dieses Projekt mit der Expertise des Druckdienstleisters stehen und fallen würde. „Wir wollten eine glaubwürdige, umweltgerechte Druckerei finden, die über jeden Zweifel erhaben ist. Das Projekt wurde bereits gemäß der neuen Norm ISO 12647-2:2013 (PC5), für holzfrei ungestrichenes weißes Papier und den entsprechenden Vorgaben der Fogra, ECI und des bvdm, FOGRA52 – PSO Uncoated v3 (FOGRA52) umgesetzt“, erklärt Mario Drechsler.

Die Kreativen haben weitere hochwertige Zertifizierungen und Merkmale der Nachhaltigkeit zur absoluten Bedingung erklärt. Etwa die Zertifizierung Blauer Engel DE-UZ 195, die weit über die bekanntere Zertifizierung von Papier mit dem Blauen Engel hinausgeht. Außerdem sollte der Druckpartner insgesamt nachhaltig herausragend aufgestellt sein. „Nach einiger Recherche stießen wir wir die Berliner Druckerei DBM Druckhaus Berlin-Mitte GmbH“:

Druckhaus Berlin Mitte produziert nachhaltige Medien

Die Experten der Druckerei DBM Druckhaus Berlin Mitte GmbH beim Druck des preisgekrönten Kalenders DEMUT. Bildquelle: Mario Drechsler | Highendmedia GmbH.

Nachhaltige Medienproduktion

Der Druckdienstleister zählt seit rund 15 Jahren zu den umweltgerechtesten Druckdienstleistern Europas. Geschäftsführer Martin Lind arbeitet laufend an der Optimierung bei der nachhaltigen Medienproduktion. Der Begriff umfasst alle Bereiche des betrieblichen Umweltschutzes, zum Beispiel in der Produktion. Aber noch viel mehr, nämlich eine ganzheitliche, systematische, klar strukturierte Herangehensweise bei allen Fragen des Umweltschutzes (qualifiziertes Umweltmanagement). Das Unternehmen stellt sich seit Jahren den umfangreichen Anforderungen von EMAS (Eco Management and Audit Scheme, EU-Öko-Audit): Die Berliner Druckerei verpflichtet sich zu regelmäßigen Veröffentlichungen von detaillierten Umweltberichten.

EMAS ist ein sehr starkes Merkmal der Abgrenzung zum Greenwashing-Segment. Druckereien, die sich den Aufwand über solchen Systeme im Umweltmanagement machen, zeichnen sämtliche Umweltleistungen auf und machen sie öffentlich zugänglich. Maximale Transparenz. Sie nutzen auch den damit gegebenen Zugriff auf Benchmarks. Wichtige Fakten für eine ständige Optimierung der eigenen Umweltleistungen.

Damit bekennen sich nachhaltige Druckereien per se zum fairen Wettbewerb und schaffen klare Fakten: Nur durch solche regelmäßig auditierten Prozesse entstehen Vertrauen und Glaubwürdigkeit: Drucksacheneinkäufer überall in Europa haben konkrete Vergleichsmöglichkeiten und finden klare Entscheidungskriterien.

Weltweit erster ausgezeichneter Blauer-Engel-Kalender

So konnte das Druckhaus Berlin-Mitte den gesamten Jahreskalender DEMUT bereits 2016 nach den strengen Vorgaben des seinerzeit gerade etablierten Blauen Engel DE-UZ 195 für Druckerzeugnisse produzieren. Diese Norm verlangt nicht nur den Einsatz von umweltfreundlichem Papier, das zwingend mit dem Blauen Engel ausgezeichnet sein muss, sondern stellt außerdem strenge Anforderungen an den gesamten Druckprozess: an sämtliche Druckhilfsmittel, Druckfarben, Leime, Lacke und selbst an die betriebliche Umgebung der Produktion.

Blick auf nachhaltige Medien mit Fadenzähler

Das gesamte Druckwerk, nicht nur das Papier, wurde mit dem Blauen Engel DE-UZ 195 zertifiziert und durchweg nachhaltig produziert. Das schließt Druckfarben, Druckhilfsmittel sowie die Produktionsumgebung ein. Bildquelle: Mario Drechsler | Highendmedia GmbH.

Die kobaltfreie Druckfarbe für den Kalender hat die hubergroup Deutschland GmbH beigesteuert, ein Hersteller von Druckfarben und -lacken, Feuchtmittelzusätzen und Druckhilfsmitteln mit 40 Unternehmen in aller Welt. Das Unternehmen ist für sein Engagement bekannt und arbeitet ständig an Konzepten für umweltgerechtere Farben.

Der Beste unter den Besten:
Gewinner des GREGOR Awards

Als Glücksfall bezeichnet Initiator Mario Drechsler, dass sich DBM-Geschäftsführer Martin Lind persönlich um das Projekt gekümmert hat. „Herr Lind hat uns während der gesamten Planungsphase hervorragend beraten und war selbst beim Andruck dabei. Dieser Service war wie eine Rückversicherung für uns.“

Das Wort Demut ist der perfekte Titel für den Kalender. Der Begriff steht für das Zurücknehmen der eigenen Interessen gegenüber einer höheren Macht oder gegenüber einer Gemeinschaft. Natürlich nimmt der Titel Bezug auf die monumentalen Gebirgsmotive, passt aber auch zur Haltung von Mario Drechsler sowie der drucktechnischen Umsetzung seitens der Experten beim Druckhaus Berlin-Mitte. Denn beim Druck hätte man auch klotzen können. Das ist für Kalender sogar eher üblich. Der Minimalismus ist fast schon frech, auf jeden Fall couragiert. Mit allerlei Veredelungs- und Relieflacken, gedruckt auf hochweißem Papier und/oder raffiniert gebunden – also das gesamte Repertoire der modernen Drucktechnik in die Waagschale zu schmeißen:

dazu haben sich Mario Drechsler und Martin Lind nicht hinreißen lassen.

Martin Lind, Druckhaus Berlin Mitte

Martin Lind, Geschäftsführer der umweltgerechten Druckerei DBM Druckhaus Berlin-Mitte GmbH, hat den Druckauftrag so minimal, wie er vom Initiator Mario Drechsler grundlegend konzipiert war, mit hoher Qualität und sehr guter Bildschärfe produziert. Bildquelle: DBM.

Obwohl das Bedrucken von Recyclingpapier (Blauer Engel), insbesondere mit Motiven in dieser Größe und den besonderen Anforderungen an die Bildschärfte, viel Expertise erfordert.

Diese Strategie beim Drucken war ein Segen für das Projekt!

Die Kombination aus Papier mit dem Blauen Engel, der Einsatz umweltgerechter Farben, die besondere Bindung und die gesamte nachhaltige betriebliche Produktionsumgebung waren entscheidend dafür, dass der DEMUT-Kalender gleich mehrere hochdotierte Preise gewann – trotz der hochkarätigen Konkurrenz mit diversen herausragenden Werken:

Gregor Calendar Award

Der Gregor Calendar Award ist der gewichtigste Wettbewerb für Kalendermacher in Europa und zählt auch weltweit zu den wichtigsten Trophäen für Kalender. Der Award ist zudem einer der bedeutendsten Wettbewerbe der Druck- und Medienbranche. Wegen dem Gewicht dieser Exzellenz-Spate „Kalenderdruck“, werden besonders herausragende Werke jährlich prämiert. Der Graphischer Klub Stuttgart e. V., der Verband Druck und Medien sowie das baden-württembergische Finanz- und Wirtschaftsministerium wollen mit diesem Wettbewerb das kreative Potenzial der Kalendermacher aufzeigen.

Jährlich werden Hunderte Exponate aus aller Welt, vom riesigen Wandkalender bis hin zum kleinen, feinen Tischkalender, eingereicht. Die Einreichungen zum Wettbewerb kommen aus Deutschland, dem europäischen Ausland, aus Japan oder zum Beispiel aus Israel. 2016 wurden die Awards bereits zum 67 Mal in Stuttgart verliehen. Japan war mit 40 Kalendern Spitzenreiter bei den internationalen Einreichungen.

2016 wurden insgesamt 32 Arbeiten mit dem Gregor-Award ausgezeichnet, davon:

  • 20 Bronze-,
  • 7 Silber-,
  • 5 Gold-Awards und
  • zudem als Hauptpreis des Events, der GREGOR.
Gewinner auf dem Gregor Award für den Wandkalender DEMUT

Das Team aus Initiator, Fotograf, Kreativen und Druckexperten gewann einen der wichtigsten Preise der deutschen Druckindustrie und den wohl bedeutendsten Preis für Kalender weltweit. Bildquelle: Graphischer Club Stuttgart.

Dieser Hauptpreis ging an die Macher des Kalender DEMUT. Die Fachjury war sich einig: Hier sind alle Kriterien für einen gelungenen Kalender erfüllt, vor allem in Bezug auf die Interaktion aller beteiligten Gewerke etwa:

  • wie der Kalender gedruckt wurde, also
  • die Auswahl von Papier und Druckhilfsmittel,
  • wie gebunden,
  • wie gestaltet,
  • wie fotografiert, etc.

„Druck und Papier sind sehr fein
aufeinander abgestimmt. Hochachtung vor dem Ergebnis“,

so die Beurteilung eines Jury-Mitglieds. Die Laudatio:

„Der GREGOR geht an den Kalender DEMUT für sein Konzept, seine Haltung und seine Botschaft an uns Alle. Demut heißt, seinen Platz in der Welt zu kennen und sich selbst aus einer gewissen Distanz heraus zu betrachten. Eine Eigenschaft, die nirgendwo wichtiger ist als in den Bergen. Und die man selten eindrucksvoller inszeniert hat wie bei diesem herausragenden Kalender. Eine Arbeit voller Ehrfurcht, Respekt und Konsequenz. Gegenüber Mutter Natur und gegenüber den Menschen, die diese Haltung teilen. Hier hat sich eine Seilschaft zusammengefunden, die die Poesie der Schönheit und die Magie der Berge durch die Reduktion auf das Notwendige auszudrücken vermag. Die Gestaltung verzichtet auf Effekte. Die Verarbeitung kann geiziger nicht sein. Und der „Blaue Umweltengel“ schwebt über Papier und Farbe. Die einzige Veredelung des Papiers sind die beeindruckenden Kompositionen eines Meisters der Alpinfotografie.“

Zum ersten Mal in der Geschichte dieses Wettbewerbs, wurde ein „Blauer Engel“-Druckprodukt mit diesem Preis ausgezeichnet.

Minimalismus beim Print und Brillanz beim Druck auf Recyclingpapier

„Wir wollten die opulenten Bilder aus den Alpen optimal zur Wirkung bringen und die Natürlichkeit nicht unnötig durch irgendwelche Extras überdrucken. Zusätzliche Veredelungen wären hier fehl am Platz gewesen“, sagen Mario Drechsler und Martin Lind. Mit der Art der Produktion hat das DBM Druckhaus Berlin-Mitte GmbH selbst Demut bewiesen. Druckexpertise heißt gerade nicht, alles zu machen, weil es möglich ist, sondern das, was individuell am besten passt. Lind hat den Sinn und Zweck des Kalenders schließlich richtig interpretiert.

„Im Grunde ist Exzellenz unser Standard.

Wenn sich doch nur alle Kunden die Zeit nehmen würden, um sich mit Exzellenz zu beschäftigen. Bei Print steht doch die Wirkung immer im Fokus, selbst bei einem gewöhnlichen Prospekt. Wir können theoretisch tausende andere beeindruckenden Printmedien in der Güte des DEMUT-Kalenders nachhaltig und preiswert herstellen – wirtschaftlich vernünftig in Kleinstauflagen oder viele Tausend Stück.

Nachhaltige Medienproduktion ist immer eine Symbiose aus Ökologie und Ökonomie.“

Anlog. Nachhaltig. Erfolgreich.

Der Blick auf die Wirkung, die Mario Drechsler und Marc M. Clormann für sich selbst damit erzielt haben, zeigt, wie wirkungsvoll Print sein kann. Auch ohne den glanzvollen Award und der damit verbundenen Presse. Mario Drechsler: „Ich wollte meinen Kunden zeigen, wie brillant nachhaltige Medien sein können. Seither kann ich demonstrieren, dass selbst große Abbildungen, auf denen Menschen vor dem Hintergrund gigantischen Gebirgsmotive häufig erst auf den zweiten Blick zu erkennen sind, auf edlem Recyclingpapier ausgezeichnet funktionieren – vorausgesetzt, man findet den richtigen Druckpartner.

Beide Kreative freuen sich über eine gute Auftragslage und vermitteln, dass Qualität durchaus etwas mehr kosten darf. „Für uns und unsere Kunden übertrifft der Nutzen von hochwertigen Drucksachen häufig alles, was mit digitalen Medien erreicht werden kann“, sagt Mario Drechsler.

„Sicherheit durch Facharbeit: Ein Kalender muss es erstmal an die Wand schaffen – und Marketing in die Herzen der Adressaten!“

Selbst wenn solche Drucksachen 50 Prozent mehr kosten als beim Druckdiscounter: wenn 500 Prozent mehr Response und Aufmerksamkeit erreicht werden können, ist das absolut relativ.

Und dann noch der Red Dot Design Award

Ebenfalls 2016 wurde der DEMUT-Kalender noch mit dem Red Dot Design Award 2016 ausgezeichnet sowie 2018 mit dem German Design Award in der Kategorie „Books and Calendars“: Für die Jury stellt der Kalender die Verwirklichung eines bislang in dieser Form noch nie realisierten nachhaltigen Druckprojekts dar, das in Zusammenarbeit unterschiedlichster Fachkräfte entstanden ist.

Im Fokus standen die unvergleichlichen Fotomotive. „Ihre Bildgewalt ist eine Hommage an die Schönheit der Berge“, so die Jury. Demut sei die einzige Haltung, mit der der Betrachter sich dieser Natur nähern kann.“ Auch hier wurde auf die besonders nachhaltige Produktion und die Qualität des Druckbildes auf Recyclingpapier verwiesen.

Fazit

In kaum eine Branche sind die jeweils nachhaltigen Spitzenreiter so engagiert wie in der Druckindustrie. Seitdem die CO2-Last für die Nutzung digitaler Medien vollständiger erfasst wird (Geräteherstellung, Energieverbräuche durch Internetdienst-Anbieter wie Serverfarmen, Provider, Suchmaschinen, der Abbau seltener Erden, die Entsorgung/Verschrottung von Altgeräten etc.) steht Print generell vergleichsweise sehr gut da. Druckereien, die zusätzlich mit  Topkriterien der Nachhaltigen Medienproduktion nach UmDEX/print ausgezeichnet sind, erreichen dahingehend sogar absolute Bestwerte.

Beim DEMUT-Kalender kommt dazu, dass die hochwertigen Motive kein Ablaufdatum haben. Die Werke blieben häufig über das Kalenderjahr hinaus an der Wand hängen, oft edel gerahmt. Damit ist nicht nur das Produkt an sich eine Domäne, sondern auch der ökologische Fußabdruck unerreicht.

Der Kalender ist eine Hommage
an die Maxime beim Druckhaus Berlin-Mitte.

Geschäftsführer Martin Lind steht für die Symbiose aus Ökologie und Ökonomie. Der Beweis ist auch Dank Mario Drechsler erbracht, dass umweltschonend produzierte Druckobjekte auch höchsten Ansprüchen gerecht werden können und bezahlbar bleiben.

Jürgen Zietlow

Jürgen Zietlow

Autor, Blogger, Fachtexter

Autor, Fachjournalist, Blogger, Umwelt-Lobbyist | 2005 bis 2017 Chefredakteur des Fachmagazins MEDIEN | seit 2010 Unternehmensberater für nachhaltige Kommunikation, Social Monitoring und Social Media | Entwickler der LineCore-Methode® (Recherche- und Redaktionssystem).

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